Baukultur und Bewusstheit
by Regine Geibel
2004-2026 22

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Eine Bühne für alle

Bunt, frei zugänglich, vielseitig nutzbar: FLUX nennt sich ein Happening-Ort neben der Pinakothek der Moderne. Er lädt zu Begegnungen, Austausch und Interaktionen ein. Jetzt ergänzt ihn ein 10 Meter hohes Baumhaus im Wintergarten des Museums als begehbare Installation.

Mit der Eröffnung von FLUX entstand Ende Juni 2025  ein offizieller Happening-Ort auf neutralem Boden – ein sogenannter "Dritter Ort": Die begehbare, interaktive Installation der Künstlerin Morag Myerscough an der Ecke Türken-/Gabelsbergerstrasse versteht sich als verbindungschaffender Impuls für die Nachbarschaft und soll offen für alle sein. Myerscough, deren Entwurf bei der Jury unter 18 eingeladenen Einreichungen einstimmig das Rennen machte, beschreibt ihn als „Ort voller Farbe, an dem du deiner Fantasie freien Lauf lassen kann, der dein Herz mit Freude erfüllt, grenzenlose Möglichkeiten bietet und Räume entstehen lässt." 

Baumhaus im Wintergarten als Ergänzung

Jetzt ergänzt ihn ein Baumhaus im Wintergarten am Südeingang der Pinakothek der Moderne: Es ist zehn Meter hoch, hat rund 100 m² Grundfläche auf der oberen Ebene, steht ohne feste Verbindung zum Gebäude komplett für sich und wurde nach circa einem dreiviertel Jahre Planung und Vorbereitung in nur fünf Wochen gebaut. Resultat ist die größte begehbare Installation, die in der Pinakothek der Moderne je errichtet wurde. Myerscoughs Gesamtkonzept wurde unter der Projektleitung von Eva Tillig von der Stiftung der Pinakothek der Moderne und den Architekten von 3G1 Architektur umgesetzt; darüber hinaus waren über zehn weitere Gewerke beteiligt.

Neue Formen des Miteinanders

Die transparente Glasfassade des Wintergartens verbindet Innen- und Außenraum –  eine Metapher für das, was FLUX leisten soll – Übergänge schaffen, Schwellen abbauen, neue Formen des Miteinanders ermöglichen.„Das Baumhaus ist mehr als ein neuer Ort im Museum – es ist ein räumliches Experiment, das klassische Grenzen bewusst auflöst", so Prof. Dr. Andres Lepik, Direktor des Architekturmuseums der TUM, bei der Eröffnung. "Dieses Projekt macht sichtbar, was ein Museum heute sein kann: offen, durchlässig, vernetzt – als Teil der Stadt und nicht als abgeschlossener Raum." 

Vielseitig nutzbarerer Erlebnisraum

Finanziell gefördert wird FLUX besonders von der Allianz, der Thomas Kirch Stiftung und der Kirch Stiftung. Auf dem Programm stehen Lesungen, Diskussionsrunden, Performances, Musik-Events, Happenings und Mitmach-Formate. Für die Pinakothek der Moderne ist FLUX ein Geschenk zum 30. Jubiläum, das laut dem Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Markus Michalke "als öffentlicher Teil des Museums" mit schwellenlosem, freien Eintritt ganzjährig und vielseitig nutzbarer als Erlebnisraum fungiert. Ziel ist, das Erlebnis der Pinakothek der Moderne auf einer neuen Ebene erfahrbar machen.

 

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