Der kuratierte Community-Blog für Architektur und Lifestyle
15 Jahre
Twitter-Follower werden!
Facebook-Fan werden!
Uns auf Pinterest folgen!
RSS-Feed abonnieren!

Ganz aus Gold

Beitrag teilen:

„Ein akzeptables Design ist mittlerweile zum Standard geworden, ebenso die Verarbeitungsqualität", fasste der langjährige Jury-Vorsitzender Prof. Fritz Frenkler, Ordinarius für Industrial Design an der Hochschule München, die Ergebnisse des iF gold award 2019 zusammen. Auffällig sei jedoch, dass die Versuchung groß ist, sich an Design-Benchmarks zu orientieren und nichts wirklich Neues zu wagen. „Man braucht schon Mut, um richtig innovativ zu sein. Und Shareholder, die auch bereit sind, ein Risiko einzugehen."

Beständigkeit bei dieser Herausforderung zeigten sieben deutsche Firmen: die Braun GmbH, Jungheinrich AG, Rosenthal GmbH, MAN Truck & Bus AG, WMF Group GmbH, Sartorius AG und die SIEMENS AG. Seit Gründung des iF DESIGN AWARDs 1954 bis heute waren sie wiederholt unter den Preisträgern und wurden für ihre ebenso kontinuierliche wie erfolgreiche Teilnahme speziell gewürdigt.

Mittlerweile auffallend hoch ist der Anteil asiatischer Firmen wie Sony, Fujifilm, Samsung oder Shiseido. Zwei Preise für Architektur gingen an diesen Kontinent: Meng Fanhao bekam einen if gold award für preisgünstige Gemeinschafts-Häuser im chinesischen Hangzhou, Motoki Ishikawa aus Tokyo den zweiten für seinen Gebäude-Komplex mit dem Namen Nishisando Terrace.

Genau 6.375 Beiträge aus 52 Ländern waren in sieben Kategorien angemeldet: Produktdesign, Kommunikationsdesign, Verpackungsdesign, Service Design/UX, Architektur, Innenarchitektur und Professional Concept. Das Rennen um den iF gold award 2019 machten aber nur 66 von ihnen: Für „besonders herausragende Gestaltungsleistungen" wurden sie am 15. März in der BMW Welt auf der Bühne ausgezeichnet, nachdem 67 Experten im Vorfeld ihre Auswahl getroffen hatten. Vor über 2.000 Gästen aus mehr als 40 Ländern stellte iF-CEO Ralph Wiegmann jeden einzelnen Preisträger mit einem Video oder Fotos sowie einem kurzen Statement der Jury vor. Dabei reichte die Bandbreite vom minimalistischen Hörgerät und einem hölzernen Kinderlaufrad über Ladesäulen für Elektroautos bis hin zu Dachziegeln mit Solar-Funktion, einer App zur Darstellung des Periodensystems oder einer Kampagne von Terre des Femmes mit Eyecatcher-Qualität.

Sie mögen muenchenarchitektur.com? 14-tägig versendet die Redaktion handverlesene News.