Der LabCampus am Flughafen München hat einen hochkarätigen Neuzugang: das TUM Convergence Center vernetzt Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Mit dem Fokus auf Robotik und KI ist es ein Innovations-Ökosystem – Zukunftsgestaltung made in Bayern.
Drei Mal wurde die Technische Universität München (TUM) als Exzellenzuniversität ausgezeichnet, in internationalen Rankings gilt sie als beste Universität der EU. Jetzt hat sie sich mit ihrem neuen TUM Convergence Center vorerst für zehn Jahre auf 20.000 Quadratmetern auf dem LabCampus am Flughafen München eingemietet: Mit Fokus auf Robotik, KI und Mobilität verbindet der neue Standort interdisziplinäre Forschung und Lehre mit Reallaboren, studentischen Projekten und direktem Austausch mit Unternehmen. Zentraler Bestandteil ist das TUM RoboGym powered by NEURA. Es wurde vom TUM Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (TUM MIRMI), und NEURA Robotics – einem Senkrechtstarter der Branche – entwickelt und schafft ein wissenschaftliches Trainingsumfeld für Physical AI und humanoide und andere kognitive Robotik.
Innovations-Ökosystem ohne Barrieren
Zum Eröffnungsfestakt kamen gleich drei Minister – Beleg für "die große Bedeutung" des TUM Convergence Center als "Tor zu einer neuen Welt", das laut Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, "statt klassischem Silo-Denken" ein "Innovations-Ökosystem ohne Barrieren" ist. Für Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, ist es ein "Ort, der Zukunft organisiert" und für TUM-Präsident Thomas F. Hofmann ein Hub, "an dem aus wissenschaftlicher Exzellenz konkrete Wirkung entsteht", passend zum "Verständnis einer unternehmerischen Universität".
Vielschichtige Baukörper als Symbol: LAB 48
Der neue Hoffnungsträger hat seinen Sitz im LAB 48, das 2022 als erstes Gebäude auf dem LabCampus fertiggestellt und von Auer Weber geplant wurde. Zusammengesetzt aus bausteinartig aneinander und übereinander gelegten Baukörpern rund um drei Innenhöfe steht das Ensemble mit einer Bruttogeschossfläche von rund 29.400 Quadratmetern für die im Quartier angestrebte Vielschichtigkeit der Nutzungen – innen zurückhaltend-puristisch und geprägt von Sichtbetonflächen, nach außen geben große Fenster mit filigranen Profilen den Ton an.
LAB 52 mit markantem Tragwerk
Das benachbarte Gebäude LAB 52, in dem seit 2023 die AirportAcademy aktiv ist, stammt ebenfalls von Auer Weber: Ein zweigeschossiger Gebäudesockel, der die Form seines markanten Tragwerks aus der Flughafen-typischen Rollfeldgeometrie ableitet, trägt einen feingliedrigen dreigeschossigen Glaskubus. Insgesamt bietet LAB 52 auf 14.400 Quadratmetern Platz für das Trainings- und Schulungszentrum des Flughafens München, Seminarräume, Breakout-Zonen und eine hohe, multifunktionale Lobby, in der auch der Eröffnungs-Event des TUM Convergence Center stattfand.
Potenzial für bis zu sechs weitere Gebäude
Das Gelände hat Potenzial für bis zu sechs weitere Gebäude. Das städtebauliche Konzept von KCAP definiert bereits ihre übergeordneten architektonischen Parameter wie Kubaturen und Volumina. Innerhalb dieses klaren Rahmens gibt es vielfältige Gestaltungsspielräume; architektonische Ausarbeitung wie Fassaden, Materialien und Ausdruck und der Innenausbau können individuell und bedarfsgerecht auf Anforderungen zukünftiger Mietern oder Investoren abgestimmt werden.