Zeitgenössische Architektur in Bayern

Bekenntnis zum Baustoff Holz

Startschuss für 641 neue Wohnungen in Bayern und der Metropolregion Hamburg! Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten ist groß. Gleichzeitig wird immer weniger gebaut. An fünf Standorten errichtet ein Münchner Bauträger Wohnungen größtenteils in Holzhybridbauweise und verfolgt damit einen besonderen Nachhaltigkeitsansatz...

München

Die Quartiersentwicklung Kirschgärten in München-Untermenzing ist ein Beispiel für ein modellhaftes Stadtquartier. Auf einem zwölf Hektar großen Areal, das zuvor als Gewerbegebiet genutzt wurde, sind 1.300 Wohnungen geplant, davon 40 Prozent im geförderten Wohnbau, eine dreizügige Grundschule sowie Kindertagesstätten, ein Quartiersplatz mit Café und kleinem Nahversorgungsangebot und circa 60.000 Quadratmeter Grünflächen für Erholung in der Stadt. Die derzeit größte innerstädtische Quartiersentwicklung Bayerns in Holzhybridbauweise wurde im Herbst 2023 auf der EXPO REAL in München von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem DGNB-Vorzertifikat in Platin ausgezeichnet. Im März 2024 beginnen die bauvorbereitenden Arbeiten für den ersten Bauabschnitt.

Holzkirchen

Einen konsequenten Nachhaltigkeitsansatz verfolgt auch HOKI Living im oberbayerischen Holzkirchen. Hier entstehen seit Februar 2024 insgesamt 109 Wohneinheiten in Holzhybridbauweise, ergänzt durch Büroflächen, eine Kita und ein Tagescafé im Sockelgeschoss. Für das Wohn- und Büroensemble ermöglichen eine Geothermie- und Photovoltaikanlage autarke Energieversorgung.

Nürnberg

Mit einer Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Pelletsanlage ist auch das ebenfalls in Holzhybridbauweise entwickelte Wohnensemble HÖFE-N in Nürnberg eigenständig in seiner Wärmeversorgung. Für das Quartier, das ab März 2024 realisiert wird, ist eine KfW-Zertifizierung NH-40 sowie eine QNG- und DGNB-Zertifizierung mindestens in Silber angestrebt – für gefördertes Wohnen ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Nürnberg. Dieses Ziel soll ebenfalls mit einer Quartiersentwicklung in der Nürnberger Kellerstraße umgesetzt werden, die im ersten Bauabschnitt 76 geförderte Mietwohnungen, ein Teil speziell für Senior:innen, sowie eine Kita und Gewerbeflächen umfasst. Besonderheit ist hier ein beeindruckender Baumbestand, der soweit wie möglich erhalten und mit neuen, resilienteren Bäumen aufgefüllt werden wird, so dass in Summe mehr Vegetationsbestand vorhanden sein wird als zuvor.

Die Rolle von Fördermitteln

Eine relevante Rolle bei allen Projekten spielt laut der Eckpfeiler-Gruppe die staatliche Unterstützung nachhaltiger und zugleich bezahlbarer Wohnungen: Sie seien nur durch Fördermittel und den Abruf entsprechender Darlehen möglich. Durch die damit verbundenen hohen Auflagen von Regierung und Banken könne gewährleistet werden, dass Bauunternehmen wie Projektentwickler die Klimaschutzziele umsetzen und sich gezielt für eine grüne Zukunft einsetzen.

Alle Visualisierungen: © Eckpfeiler Immobilien Gruppe GmbH