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So gelingt die Baufinanzierung

Photo by Fabian Blank on Unsplash Photo by Fabian Blank on Unsplash

Für die meisten Menschen ist es ein ganz besonderer Moment, wenn sie in das eigene Haus oder in die Eigentumswohnung einziehen. Bis es jedoch soweit ist, gibt es jede Menge zu tun und zu berücksichtigen. Dabei steht eine gute Baufinanzierung nicht nur am Beginn einer jeden Planung, sondern zählt auch zu den wichtigsten Punkten. Denn schließlich müssen zukünftige ImmobilienbesitzerInnen ihren Baukredit mit hohen monatlichen Belastungen in der Regel in 15 bis 30 Jahren abbezahlen. Eine Baufinanzierung sollte daher gut durchdacht sein.

Was ist bei einer Baufinanzierung zu beachten?

Eigenkapital

Grundsätzlich ist es möglich, die eigene Immobilie auch ohne Eigenkapital zu finanzieren. Sinnvoller ist es jedoch, sich vorher bereits ein ordentliches finanzielles Polster zu schaffen. Erfahrungsgemäß sind wenigstens 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Nebenkosten (wie beispielsweise Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer und Notar) als Eigenkapital notwendig.

Passende Baufinanzierung finden

Um die beste Baufinanzierung zu finden, sollten verschiedene Angebote von Banken, Sparkassen, Versicherungen und/oder Bausparkassen eingeholt und in Ruhe geprüft werden. Vergleichbare Eckpunkte bei unterschiedlichen Baufinanzierungsprodukten sind:

  • der Effektivzins für die gesamte Laufzeit der Finanzierung und
  • die Gesamtkosten, die entstehen, bis der Betrag komplett an das Kreditinstitut zurückgezahlt wurde.

Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, zinsgünstige Förderdarlehen von der KfW zu erhalten. Außerdem bieten klassische Konstantmodelle, die von Bausparkassen angeboten werden, mit einer langen Laufzeit eine große Planungssicherheit.

Darlehenssumme und monatliche Belastung

Unverhofft kommt oft – das gilt insbesondere, wenn das Eigenheim neu gebaut wird. Es ist daher sinnvoll, die Darlehenssumme so zu gestalten, dass noch Luft ist, wenn es zu unvorhergesehen Ausgaben kommt. Ähnliches gilt für die monatliche Rate (Zinsen und Tilgung) der Baufinanzierung – sie sollte 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht überschreiten.

Auch dürfen die Nebenkosten bei den monatlichen Belastungen nicht vergessen werden. Dazu zählen beispielsweise Grundsteuer, Wasser, Strom, Abfallgebühren und Versicherungen.

Rücklagen

Bei der Planung einer Baufinanzierung und der Koordination sonstiger Kosten wird oft außer Acht gelassen, von Anfang an auch Instandhaltungsrücklagen für die Zukunft zu schaffen. Besonders beim Kauf einer älteren Immobilie kann es schnell passieren, dass die Heizung ausfällt, das Dach undicht wird oder andere Reparaturmaßnahmen notwendig werden. Zum Ansparen von Rücklagen gibt es verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise einen Banksparplan, einen Bausparvertrag oder einen Fondssparplan.

Welche allgemeinen Unterlagen werden für eine Baufinanzierung benötigt?

Welche Unterlagen eine Bank für eine Baufinanzierung benötigt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Das ist u.a. sowohl abhängig von der finanziellen Voraussetzung des Kreditnehmers als auch von der Immobilie selbst. So sind bei einem Neubau andere Dokumente notwendig, als beispielsweise bei einem älteren Haus oder einer Eigentumswohnung.

Zu den Unterlagen, die in der Regel von jeder Bank angefordert werden, gehören die drei letzten Gehaltsnachweise, der letzte Lohnsteuerbescheid, aktuelle Renteninformationen sowie eine SCHUFA-Selbstauskunft und eventuell der Nachweis über weitere Kredite. Selbstständige Kreditnehmer müssen darüber hinaus eine Bilanz- und Gewinnermittlung und eine betriebswirtschaftliche Auswertung vorlegen und ggf. Dokumente, die Aufschluss über die Firmenart geben.

Welche Unterlagen über die Immobilie werden für eine Baufinanzierung benötigt?

Neben Dokumenten über Bonität und Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers werden für die Baufinanzierung auch Unterlagen benötigt, die ausführlich über die Immobilie informieren. Dazu zählen u.a. der Kaufvertrag, eine Bau- bzw. Immobilienbeschreibung, eine Wohnnebenkostenrechnung und – soweit vorhanden – die Teilungserklärung.

Außerdem verlangen mittlerweile immer mehr Banken einen bemaßten Grundriss für die Immobilie. Dieser kann bei einem Architekten vor Ort in Auftrag gegeben werden oder bei entsprechenden Online-Plattformen im Internet bestellt werden. Ein bemaßter Grundriss kann beispielsweise vom Grundriss Butler angefertigt werden. Das Unternehmen erstellt diesen innerhalb von 24 Stunden und ist damit schneller als viele Mitbewerber.

Wie bereits erwähnt, ist jede Baufinanzierung anders und erfordert unter Umständen andere und/oder ergänzende Unterlagen. Diese werden im Vorfeld von der Bank angefordert. Ein guter Baufinanzierungs-Berater wird seinen Kunden in der Regel auch behilflich sein, diese Dokumente zusammenzustellen.

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