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Städte ohne Menschen

Reisen ist gerade schwierig. Fernwehgeplagten möchte ich daher drei tolle Bücher ans Herz legen, die Destinationen mittels Fotografie und Infografik eigenwillig darstellen. So haben Sie Venedig, Las Vegas, New York und den Schwarzwald bestimmt noch nie gesehen...

Sie kennen New York? Aber sicher nicht so, wie Grafikdesigner Michael Arndt die Stadt in seinem Band That's New York (Frederking & Thaler Verlag) sieht. Mit scharfsinnigem Humor und minimalistischen Grafiken bringt er die Eigenheiten der Metropole am Hudson River auf Papier. In Bildpaaren fängt Arndt jeweils auf einer Doppelseite die Essenz New Yorks spielerisch und nicht selten mit einem überraschenden Denkansatz ein. Die Freiheitsstatue versus das Chrysler Building, Flatiron Building versus Flatbush Avenue, Brooklyn Bridge versus Broadway. Und falls Sie als Nicht-Einheimischer gewisse Zusammenhänge nicht sofort erkennen können: Der Kontext zu jeder Illustration wird im zweiten Teil des Buchs geliefert. Unterhaltsam und informativ für New-York-Kenner und solche, die es werden wollen.

Unterwegs in der Sauschwänzlebahn können Sie Total alles über den Schwarzwald (Folio Verlag) im passenden Ambiente zu Gemüte führen – am besten bei einem köstlichen Stück Schwarzwälder Kirschtorte und mit dem unverwechselbaren Sound einer Kuckucksuhr im Ohr. Von Biergits Tannenzäpfle über die lokalen Weltmarktführer wie Uhu Alleskleber oder Fischer-Dübel bis hin zu den traditionellen Bollenhüten der Region ist in diesem Band alles versammelt - auch die Römer, die sich seinerzeit in die silva nigra nicht recht reintrauen wollten, haben ihre Spuren hinterlassen. Man merkt: Autor Jens Schäfer ist im Schwarzwald geboren und aufgewachsen. Ein Bilderbuch, das hintergründiges Wissen über den Schwarzwald in unterhaltsamen Infografiken der Gestalterinnen bei der Agentur no.parking präsentiert!

Das London Eye, im Stillstand vor strahlend blauem Himmel. Venezianische Gondeln, schlafend unter Planen. Die Fontana di Trevi in Rom, Schloss Sanssouci in Potsdam – alle menschenleer. Mitten am Tag. Der große Lockdown, der Menschen weltweit im Frühjahr 2020 in ihre Wohnungen verbannte, hat solche Aufnahmen möglich gemacht. Sie fangen einerseits den Kontrast ein: von Orten, die sonst überfüllt, nun vereinsamt sind. Andererseits zeigen sie ästhetische Strukturen, die man sonst kaum wahrnehmen kann: die Symmetrie von Plätzen und Boulevards, die Harmonie von Fassaden, von keinen Werbebotschaften verstellt. Für Fotografen, die das Glück hatten, sich während dem Lockdown an interessanten Orten frei bewegen zu können, eröffneten sich zuvor unvorstellbare Möglichkeiten für einzigartige Impressionen. Voilà: Stille Städte - Als die Welt den Atem anhielt (teNeues Verlag).

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