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Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations

Alma Siedhoff-Buscher, Wurfpuppen, Bauhaus, Weimar, 1924. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo) Alma Siedhoff-Buscher, Wurfpuppen, Bauhaus, Weimar, 1924. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo)
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Zum 100-jährigen Geburtstag der Reformschule Bauhaus zeigt Die Neue Sammlung ein Jahr lang ihre bedeutendsten Bauhausobjekte im Dialog mit zeitgenössischer Kunst.

In Kooperation mit dem Künstler Tilo Schulz entstand eine Ausstellung, die 40 historische Objekte und fünf zeitgenössische Werke miteinander verschränkt.

1925, im Gründungsjahr der Neuen Sammlung, musste das Bauhaus Weimar verlassen und nach Dessau umziehen. Die Stadt München hatte sich ebenfalls als Alternative zu Dessau angeboten – in München war bereits der Bauhausverlag angesiedelt. Und mit der jungen Institution Die Neue Sammlung erwarb ein Münchner Museum als eines der ersten Museen zeitgenössische, heute als Ikonen des modernen Designs angesehene Arbeiten des Bauhauses. Aus dieser Zeit stammen Textilien von Anni Albers und Gunta Stölzl, Spielzeug von Alma Buscher und Ludwig Hirschfeld-Mack oder Metallarbeiten von Otto Rittweger und Wilhelm Wagenfeld.

Tilo Schulz entwarf eine Rauminstallation, in der diese Inkunabeln der Designgeschichte mit zeitgenössischen Positionen in Dialog treten. Fünf internationale Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen wurden eingeladen, sich jeweils mit ihrem bevorzugten Bauhausobjekt auseinanderzusetzen und daraus eine eigenständige Arbeit zu entwickeln. Die türkisch-deutsche Modedesignerin Ayzit Bostan befasst sich mit dem Lattenstuhl von Marcel Breuer und entwirft ein zeitgenössisches Äquivalent. Die deutsche Schriftstellerin Barbara Köhler lässt sich von der Doppelleuchte Christian Dells zu einem „Wort-Spiegel-Bild" inspirieren. Die indische Architektin Anupama Kundoo analysiert einen Stoff der Werkstattleiterin Gunta Stölzl für ein architektonisches Modell. Eine performative Soundinstallation leitet der japanische Komponist Junya Oikawa vom Bauhaus-Schachspiel Josef Hartwigs ab. Und die dänische Künstlerin Sofie Thorsen untersucht die „Didyms", räumliche Durchdringungen, von Hermann Finsterlin hinsichtlich Raum und Volumen.

Eröffnung: 7. Februar 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 8. Februar 2019 bis 2. Februar 2020, Di–So, 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
Ort: Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, 80333 München

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