Zeitgenössische Architektur, Design und Kunst in Bayern

 
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Amilla Fushi

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Malediven – Baa Atoll | Das Resort besticht durch seinen für die Malediven einzigartig puristischen Stil à la "Miami meets Maledives" – Strohdach Fehlanzeige.

Mit einem klassischen Malediven-Resort hat Amilla Fushi wenig gemein. 54 weiße Flachdach-Villen schweben elegant über der Kante des Hausriffs oder kuscheln sich in den feinen Sand der Lagune: klar, puristisch, kantig-modern. Alle Villen verfügen über ein Terrassendeck mit Privatpool, Outdoor-Duschen und mit mindestens 200 Quadratmetern Fläche über mehr Platz als manche Wohnung daheim.

Besonders großzügig sind die acht Beach Residences mit vier bis acht Schlafzimmern auf 3.000 Quadratmetern, in denen Familien, Cliquen oder ganze Party-Gesellschaften ein eigenes Hideaway mit Barbecue-Bereich, privatem Strand und einem Butler-Service finden.

Noch ausgefallener sind die fünf Wellness-Tree-Houses, die eine Auszeit über dem Boden schwebend ermöglichen. Hier, in zwölf Metern Höhe, steht der eigene Körper, das eigene Ich und die Entspannung im Mittelpunkt. Urlauber können das US-Konzept „Bodyism" erleben – in ihrer privaten Behandlungssuite zwischen den Wipfeln der Bäume.

Architekt Kelvin Ho beschreibt sein Konzept für das Highend Boutique-Resort so: „Luxus hat nicht ausschließlich mit materiellen Dingen zu tun. Luxus – das ist Platz und Licht und eine unmittelbare Verbindung von Landschaft und Wohnen."

Anreise: Amilla Fushi ist in 30 Minuten mit dem Wasserflugzeug vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Malé zu erreichen und 30 Minuten mit dem Schnellboot vom Schwesterresort Finolhu entfernt.

Gabriela Beck war für muenchenarchitektur vor Ort:
Amilla Fushi bedeutet so viel wie „Mein Zuhause auf der Insel" und so fühle ich mich auch gleich beim Betreten meines „Ocean Reef House", das auf Pfählen an der Kante eines Riffs steht und über einen Holzsteg erreichbar ist. Spontaner erster Gedanke: Genauso wird mein Zuhause aussehen, falls ich jemals im Lotto gewinnen sollte.

Ein einziger großer heller Raum, dessen Holzboden an das polierte Schiffsdeck einer Luxusyacht erinnert. In der Mitte die Toilettenzelle – als solche nicht erkennbar – als Raumteiler und an einer Seite Panoramafenster über die gesamte Hausbreite mit Blick auf das Terrassendeck mit Privatpool, zwei Holzliegen und überdachtem Daybed. Dahinter das tiefe Blau des Indischen Ozeans bis zum Horizont.

Im Haus wiederholen sich die Blau-Türkis-Grüntöne des Wassers in den Kissenbezügen, die über die Couch, den Lesesessel und das freistehende Bett einladend verteilt sind, was in Kombination mit Weiß und Beige ziemlich edel aussieht. Das Bad ist als offener Teilbereich des Raums gestaltet mit Walk-In-Dusche und freistehender Wanne, was vielleicht nicht jedem gefällt, mir aber schon. Weitere Fenster gibt es nicht und die Terrasse hat Sichtschutz zu den Nachbarn. Das ergibt eine intime Atmosphäre – sobald ich die Haustür schließe, habe ich das Gefühl ganz allein auf der Insel zu sein.

Natürlich stehen mir die beeindruckenden Features des Luxusresorts zur Verfügung: Gourmet-Restaurants, Frühstück mit allem PiPaPo sowie Fitness-, Asia-, Saftbuffet, Wellness-Spa, Tennisplätze, ein erlesener Weinkeller – man sollte die Käse-Wein-Degustation unbedingt buchen, die beste, die ich je mitmachen durfte – aber ganz ehrlich: am meisten genieße ich das sanfte Plätschern der Wellen auf meiner Terrasse und den Wahnsinnsblick aufs Meer beim Einschlafen und beim Aufwachen und zwischendrin auch.

Bekanntschaft mit meinen Nachbarn habe ich gleich am ersten Tag gemacht und sie daraufhin täglich besucht: Zwei Clownfische leben unter einer Anemone am Rand des Korallenriffs nur anderthalb Meter von meiner Badeleiter entfernt, die von meiner Terrasse ins Meer führt. Hier ist immer was los: skurril geformte Flötenfische beäugen mich neugierig, Duzende Arten von Falterfischen führen übermütig ihre schwarz-gelb-weißen Musterungen vor, Mister Schildkröte zieht geschäftig vorüber, ein Babyhai schlängelt sich unter meiner Villa zwischen den Pfählen hindurch Richtung Strand ins knietiefe Wasser. Die Nurse Sharks seien vollkommen ungefährlich verichert mir der resorteigene Marine-Biologe – und wenn mir ein Hai schon nicht ganz geheuer sei, dann solle ich erstmal in der planktonreichen Sommerzeit kommen, dann zögen die Mantas direkt neben dem Hausriff vorbei. Apropos Plankton: eines Nachts hat es doch tatsächlich im Meer silber-blau geblinkt, als ob tausende von Sternen ins Wasser gefallen seien. Chemische Prozesse bringen Mikroorganismen unter bestimmten Voraussetzungen zum Leuchten – aber wen interessiert das schon.

Am Ende meines Aufenthalts werde ich feststellen, dass ich zwar täglich mein Frühstück an einem der größten Pools der Malediven – 1.200 Quadratmeter! – zu mir genommen habe, aber nie drin geschwommen bin. Die Unterwasser-Welt direkt vor meiner Haustür war einfach viel faszinierender...

Fotos: Amilla Fushi

  • Standort

    Baa Atoll, Malediven

  • Bauherr

    Coastline Maldives Hotels & Resorts

  • Fertigstellung

    2015

  • Baumaßnahme

    Neubau

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