Authentizität, Selbstentwicklung und Reflektion hat Hermann Hesse bereits vor 107 Jahren als wesentliche Tugenden identifiziert. In seinem Essay „Eigensinn" beschreibt er die Fähigkeit, der eigenen inneren Stimme zu folgen und Ausdruck zu geben, als Ausgangspunkt für jede echte Entfaltung.
Tugenden, die man – wie ich finde – auch ganz wunderbar auf die Architektur bzw. zumindest auf seine eigene Haltung zur Gestaltung übertragen kann.
Denn ähnlich wie bei Menschen ist eine Portion Edgyness spannender, echter und gehaltvoller, als das so oft praktizierte und zu geschmeidige bis unaufrichiges People Pleasing. Ein Hoch auf den Eigensinn. Egal ob auf zwei Beinen oder auf gegossenem Fundament.
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