Baukultur und Bewusstheit
by Regine Geibel
2004-2026 22

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Wie eine russische Matrjoschka

Die Themen in diesem Newsletter erinnern mich an eine russische Matrjoschka, diese Ineinandersteckpüppchen. Ich habe mich nämlich gefragt, welches von Ihnen mir am wichtigsten ist und worauf ich hier den Fokus legen möchte und habe festgestellt, dass mir diese Entscheidung unmöglich ist. Denn jede Gestaltungs-Ebenen ist absolut notwendig.

Ganz außen ist die Stadt mit ihren Umständen, die uns und unser Leben bedingen. Die Fassaden, Straßen und Plätze, durch die wir uns täglich bewegen mit den Qualitäten, wie Parks oder ein Flüssen. Danach kommt die Ebene der Architektur, der Kubaturen mit Standort, Orientierung, Fassade etc. Dann folgt das Innere der Architektur, die Räume der Gebäude mit ihren Qualitäten, Proportionen und Belichtung. Und dann kommt die Ebene der Gestaltung derer, des Füllens der Räume mit Möbeln und Textil, die sie bewohn- oder bearbeitbar machen und Atmosphäre schaffen. Und als Zuckerguss kommt dann noch die Kunst in unsere Räume.

Aber ist Kunst nicht ein lebensnotwendiger Zuckerguss?

Braucht es nicht diese Ebene, in der ein Mensch total frei ist, kaum Zwängen und vorgegebenen Budgets unterworfen? Keine Normen einhalten, keinen Bauherrenwünschen entsprechen muss? 

Dieser Vierklang mit seinen gegenseitigen Bedingungen ist seit jeh her das, was mich fasziniert. Deswegen könnte ich mich niemals thematisch entscheiden und deswegen findest du im heutigen Newsletter alle Gestaltungs-Ebenen vertreten. Schau selbst, welche dir die wichtigste ist, oder ob auch du dich niemals entscheiden könntest...

Herzlich,


Deine Regine



Dipl.-Ing. Arch. | Interior Designerin| Systemische Beraterin | Creative Consultant


Gründerin von MünchenArchitektur