Kurz nach Amtsantritt lud der neue Oberbürgermeister Dominik Krause 80 Akteuren aus der Münchner Wohnungswirtschaft zu einem Treffen ein, da der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu groß ist. Lies hier, was dabei herauskam...
50.000 neue Wohnungen bauen; Neubauten müssen signifikant beschleunigt und Auflagen sowie Vorgaben reduziert werden – das war einer der zehn Punkte auf dem Wahlkampf-Programm von Dominik Krause. Nach seinem Sieg und Amtsantritt Anfang Mai haben deshalb weitere Schritte nicht lange auf sich warten lassen: Am 19.5.2026 traf sich der neue Münchner Oberbürgermeister mit 80 Akteuren aus der Münchner Wohnungswirtschaft – Vertreter*innen von privaten Bauträgern, Genossenschaften, der Münchner Wohnen sowie Politik und Stadtverwaltung.
Belastung für das demokratische Miteinander
Intention des Wohnungsgipfels war, Ursachen für den Einbruch beim Wohnungsbau zu identifizieren und kommunale Handlungsmöglichkeiten auszuloten, um die Neubauzahlen wieder zu steigern. Denn laut Dominik Krause wird der Mangel an bezahlbarem Wohnraum "zunehmend zu einer Belastung für das demokratische Miteinander". Ziel müsse es daher sein, den Bau signifikant zu beschleunigen und dafür in Verwaltung und Politik bessere Bedingungen zu schaffen.
Gemeinsamer Kraftakt gegen die Wohnungskrise
Als größte Herausforderungen kristallisierten sich beim Wohnungsgipfel die Beschleunigung von Verfahren sowie die Reduzierung von Auflagen und Vorgaben heraus. Dominik Krause: "Der Ball liegt jetzt bei Politik und Stadtverwaltung. Es bedarf eines gemeinsamen Kraftakts, um die Wohnungskrise in München zu bewältigen." Laut Thomas Schimmel, Genossenschaftliche Immobilienagentur München, sind "strukturelle Änderungen notwendig", um das Ziel von 50.000 Wohneinheiten zu erreichen. Auch Birgit Eckert-Gmell von der Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen setzt auf eine "neue Entscheidungskultur" und begrüßt die "Aufbruchsstimmung für ein gemeinsames Möglichmachen". Andreas Eisele, Präsident des Verbands der freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen in Bayern, ist der Überzeugung: "Nur im engen Dialog zwischen Immobilienwirtschaft und Stadt können wir gemeinsam unsere Expertisen bündeln."