Georg Baselitz ist gegangen – feiern wir Georg Baselitz! Zu Ehren des Ende April verstorbenen bedeutenden Künstlers sind in der Pinakothek der Moderne zwölf Meisterblätter zu sehen – ein Ausdruck radikal expressiver Zeichnungskunst.
1.100 graphische Arbeiten aus der gesamten Schaffenszeit von Georg Baselitz: So groß ist der einzigartige Bestand der Staatlichen Graphische Sammlung München – Ausdruck ihrer tiefen Verbundenheit zu einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Deutschlands, der am 30. April mit 88 Jahren gestorben ist. Als Hommage an ihn werden von 9.5. bis 28.6. zwölf bedeutende Meisterblätter im Vitrinengang der Pinakothek der Moderne gezeigt.
Erst großer Skandal, dann weltberühmt
Diese kleine, feine Auswahl gibt einen Eindruck von Baselitz' radikal expressiver Zeichenkunst seit Mitte der 1960er Jahre und von seiner herausragende Position innerhalb der figurativen Kunst der Moderne und Gegenwart. In den 1960er Jahren sorgte Baselitz, dessen Künstlername Bezug auf seinen Geburtsort Deutschbaselitz bei Bautzen nahm, mit sexueller Symbolik auf den Bildern "Die große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" für einen Skandal und ein Gerichtsverfahren. Berühmt wurde er durch auf dem Kopf stehende monumentale Gemälde, die mittlerweile in den wichtigsten Museen der Welt hängen und ihn neben Gerhard Richter und Anselm Kiefer zu einem der höchstbezahlten deutschen Maler machten.