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Daran lassen sich gute Kunststofffenster erkennen

Foto: pixabay.com Foto: pixabay.com

Eine möglichst hohe Qualität ist für alle Arten von Produkten wichtig. Auch vor Kunststofffenstern macht dieses Kriterium nicht halt. Fenster in schlechter Qualität halten nicht dicht, es entsteht Zugluft oder es regnet sogar rein. An schlecht produzierten Fenstern versagen zudem die Beschläge, was zu großen Problemen führt. So lässt sich das Fenster nicht mehr öffnen oder schließen. Im schlimmsten Fall ist man sogar gezwungen, die Fenster auszutauschen, was keine günstige Angelegenheit ist. Im Folgenden erklären wir Ihnen daher, woran Sie gute und vor allem hochwertige Kunststofffenster erkennen.

Kunststofffenster – die Grundlagen

Sie können online unterschiedliche Fenster kaufen, darunter eine Reihe von Kunststofffenstern. Diese lassen sich sogar individuell konfigurieren und somit an die persönlichen Gegebenheiten anpassen. Kunststoff wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts für Fensterrahmen verwendet. Dabei bezieht sich der Begriff Fensterrahmen sowohl auf den Rahmen, welcher direkt mit dem Mauerwerk verbunden ist als auf den Rahmen, welcher das Glas hält, sprich der sogenannte Fensterflügel.

Die Kunststofffenster sind heutzutage die am häufigsten verbauten Fenster in Deutschland. Im Jahr 2014 hatten die Fensterrahmen aus Kunststoff bereits einen Marktanteil von 58 %. Dabei werden diese in der Regel aus PVC gefertigt. Das Material ist günstig und gleichzeitig einfach zu verarbeiten, aber enorm Norm robust. Zudem gibt es auch Kunststofffenster aus Polyurethan (PU) sowie Kunststofffenster mit Aluminium Verkleidung.

Rahmenart mit vielen Vorteilen

Der klassische Kunststofffensterrahmen ist aus hartem PVC gefertigt. Das Material ist thermoplastisch und kann im Produktionsprozess in jede gewünschte Form gebracht werden. Dabei kommt entweder ein Press- oder Gussverfahren zur Anwendung. Durch diese Produktionstechnik werden Rahmen gefertigt, die an den Verbindungsstellen eine homogene Einheit bilden. Das hat viele positive Auswirkungen auf die Wärme- und Schalldämmung. Zudem können auch außergewöhnliche Fensterform realisiert werden: Das Material lässt sich in jede gewünschte Form gießen.

Auch kann das PVC während des Produktionsprozesses gefärbt werden, sodass es die Fenster in nahezu jeder Farbe gibt. Ein weiterer Vorteil liegt in dem vergleichsweise geringen Preis: Bei den Kunststofffenstern handelt es sich um eine sehr günstige Form von Fensterrahmen. Der Preis hängt natürlich trotzdem immer von den jeweiligen Spezifikationen des Rahmens und dem verwendeten Glas ab. Kunststofffenster sind enorm langlebig und witterungsbeständig. Zudem benötigen sie kaum Wartungsaufwand. Auch die Farbstabilität ist sehr gut, selbst bei regelmäßiger Sonneneinstrahlung.

Wichtiger als das Aussehen sind die technischen Parameter

Bei der Auswahl eines geeigneten Kunststofffensters sollten Sie sich zunächst auf die technischen Parameter fokussieren. Dabei gilt es herauszufinden, welches Profil und welche Beschläge, Scheiben sowie Dichtungen verwendet werden sollten. Bautiefe, Anzahl der Kammern und der Wärmedurchgangskoeffizient sind ebenfalls wichtig. Beachten Sie auch die Öffnungsmöglichkeiten der Fenster, die Farben und die Beschränkungen rund um die Abmessungen. Alle technischen Parameter sollten zunächst gemessen, geprüft und festgelegt werden, damit anhand der Informationen ein passendes Kunststofffenster ausgewählt werden kann.

Grundlage sind eine ausreichende Bautiefe und Verstärkung

Das Profil sollte mindestens fünf Kammern haben, besser sogar sechs oder sieben und eine gute Stahlbewehrung. Vor allem bei Fenstern, die nach Süden ausgerichtet sind, ist das wichtig. Die Außenwand der Profile sollte mindestens 2,5 mm stark sein. Zudem gilt es auf eine ausreichend starke Aussteigung zu setzen, dadurch wird eine Ausdehnung und Verdrehung des Kunststoffes vermieden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn es zu Temperaturschwankungen kommt. Zwischen dem Rahmen und dem deformierten Flügel entstehen dadurch Öffnungen, durch welche Luft und Wasser eindringen können.

Den Beschlag einstellen

Durch den Beschlag wird der Druck des Dichtungssystems sowie die Einbruchsicherheit gewährleistet. Der Beschlag sollte daher über genügend Schließpunkte verfügen, welche in einem maximalen Abstand von 7 cm verbaut sind. Der Beschlag sollte ungefähr einmal im Jahr eingestellt und geschmiert werden, dadurch werden Mängel vermieden und Sie verlängern die Lebensdauer.

Doppelverglasung ist Standard

Das Kunststofffenster sollte natürlich auch mit einer passenden Verglasung versehen sein. Mittlerweile wird standardmäßig auf Doppelverglasung gesetzt. Bei Neubauten, die besonders energiearm gebaut werden, ist sogar Dreifachverglasung Standard. Dadurch steigen die thermischen und akustischen Dämmeigenschaften. Nachteilig ist jedoch, dass vor allem dreifach verglaste Fenster deutlich schwerer sind, weshalb große Fenster nicht zu lange offen stehen sollten, da die Beschläge dabei stark beansprucht werden.

Bezüglich der Isolierung sollte man sich auch anschauen, welche Dichtungen bei den Fenstern verwendet werden sollten. Gebräuchlich sind dabei zweistufige oder sogar dreistufige Dichtungen. Auch die Abstandshalter zwischen den Scheiben sollten beachtet werden. Diese sind in der Regel aus Stahl, aber eine sogenannte warme Kante ist deutlich besser geeignet, aufgrund der guten Isolierungseigenschaften. Ein Beschlagen der Fenster wird dadurch verringert.