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Wie sehen die Perspektiven und Veränderungen für einen umwelt- und sozialverträglichen Tourismus der Zukunft aus? Tourismusexperten sind sich in einem Punkt einig: Menschen und Kultur vor Ort müssen den Wandel mitbestimmen!

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Wie sehen die Perspektiven und Veränderungen für einen umwelt- und sozialverträglichen Tourismus der Zukunft aus? Die Tourismusexperten, die sich auf der "Internationalen Online-Tourismus-Konferenz" über dieses Thema ausgetauscht haben, sind sich schon mal in einem Punkt einig: Menschen und Kultur vor Ort müssen den Wandel bestimmen!

Zur Info: Im Mittelpunkt der Internationalen Online-Tourismus-Konferenz stand ein Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Tourismus-Akteuren, um künftig Kräfte zu bündeln und gemeinsam mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus lenken zu können. Veranstaltet wurde das "Treffen" vom neu gegründeten „European Network for Sustainable Tourism", ein Zusammenschluss für umweltfreundliche und soziale Reisekonzepte in Europa. Beweggrund für die Netzwerkgründung war, konstruktive Antworten auf die derzeitige Krise im Tourismus und Visionen für umwelt- und sozialverträgliches Reisen zu finden.

Die Bedeutung von Kultur für einen nachhaltigen Tourismus

Wie ein roter Faden zog sich durch die Internationale Online-Tourismus-Konferenz nicht nur der Kulturbegriff, sondern auch der Wunsch, ein neues Tourismus-Bild zu entwerfen, indem eine Trennung von „Industrie" und „Tourismus" vorgenommen und zukünftig wieder mehr in Richtung „Reise- und Tourismuskultur" gedacht werde.

„Kultur ist die DNA der Tourismusmotivation für Besucher. Dabei geht es nicht nur um Besucherattraktionen oder um Museen oder Schlösser. Es geht hier auch um die Lebensweise der Einheimischen und deren Ausdruck in der Natur. Und es geht um das Wohlbefinden der Bewohner und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort", so Joao Ministro von der portugiesischen Reiseagentur „Proactivetur".

„Local culture is local tourism!" (Joao Ministro)

Strategien für einen zukunftsfähigen nachhaltigen Tourismus

Teresa Ferreira, Leiterin des portugiesischen Tourismus-Büros, stellte einen strategischen Ansatz ihres Landes vor, der auch kleine lokale Anbieter mit ins Boot holt. Sie sprach sich eindeutig für ein neues Mindset im Tourismus aus:

 „Nachhaltigkeit MUSS das neue Normal werden. Im Mittelpunkt sollten dabei neben der Natur die Menschen stehen: auf der einen Seite die Reisenden selbst, vor allem aber die Menschen, die im Tourismus arbeiten und in den Destinationen leben." (Teresa Ferreira)

„Wir wollen gemeinsam intelligente Lösungen finden und neue Ideen aufzeigen, damit sich das Reisen am Ende nicht zu einem Privileg wohlhabender Menschen entwickelt", betont Prosper Wanner von der Reiseplattform „Les oiseaux de passage".

Auch Petra Thomas, vom Verband „forum anders reisen", möchte klare Richtlinien sowohl für die Branche als auch für die Reisenden schaffen und setzt sich zudem für ein allgemeingültiges Label ein, das nachhaltige Angebote erkennbar macht.

Nicht nur fliegen, sondern auch Zug fahren

Warum eigentlich immer fliegen, wenn es ins Urlaubsdomizil geht? Warum nicht mal mit dem Zug fahren? „Die nachhaltige Anreise mit dem Zug unterstützt in Folge auch die lokalen Anbieter vor Ort, zum Beispiel durch den Verleih von umweltfreundlichen E-Bikes am Urlaubsziel, und führt so zu einer Regeneration von Menschen, Natur und Wirtschaft in der Region", so die Europaabgeordnete der Grünen Anna Deparnay-Grunenberg. Auf diese Idee setzen auch die französischen Veranstalter „Les oiseaux de passage" und „Ekitour" mit ihrem Katalog für Bahnreisen in Europa. Und auch die italienische Reiseagentur „Sardinia Fair Travel - Ökotourismus Sardinien" arbeitet bereits nach diesem Konzept und bietet – gemeinsam mit verschiedenen deutschen Veranstaltern – die Anreise nach Sardinien per Zug und Schiff an.

So geht es weiter ...

... mit dem Europa-Netzwerk für nachhaltigen und sozialen Tourismus. Im Dialog mit Vertretern des Europaparlaments wird das Netzwerk u.a. die Umsetzung der zuvor in den EU-Bericht eingebrachten Vorschläge zur Schaffung einer EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus verfolgen und den Prozess nach Möglichkeit weiter mitgestalten. Ziel sei es, die Verbindungen zwischen Gesetzgebung, Forschung und Unternehmen weiter zu vertiefen. Zudem möchte sich das Netzwerk von der bisher rein informellen Zusammenarbeit hin zu einer formellen Organisationsform entwickeln, um gezielter arbeiten zu können. Plus: Dieser ersten Online-Konferenz des Netzwerks sollen weitere Veranstaltungen folgen.

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