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Holz-Hybrid im Münchner Osten

Arbeiten im Grünen - dazu braucht es bald nicht mehr unbedingt das Homeoffice im eigenen Garten. Auf dem iCampus im Werksviertel entsteht mit dem i8 gerade ein Bürogebäude, das skandinavisches Design mit einer nachhaltigen Bauweise verbindet.

Geplant ist an der August-Everding-Straße ein rund 20.000 Quadratmeter großes Holz-Hybrid-Gebäude als südöstliches Tor zum iCampus im Werksviertel. Das Gebäude soll sowohl das Erbe des ehemaligen Industriegebiets als auch den jugendlichen Charakter des aufstrebenden neuen Stadtteils durch eine industriell geprägte und modern interpretierte Architektursprache widerspiegeln.

Der Entwurf stammt aus der Feder eines der renommiertesten dänischen Architekturbüros: C.F. Møller, das sich auf Gebäude mit Holztragwerken spezialisiert hat.

"Wir hatten ein modernes Gebäude im Sinn, das hell ist und nach Holz riecht und in dem man gerne arbeitet - und das dennoch ein wenig mit der Vergangenheit flirtet." Mads Mandrup Hansen, Architekt und Partner von C.F. Møller Architects.

Als zentrales Element des iCampus im Werksviertel mit seinen zehn Gebäuden fällt das i8 künftig als markanter Baukörper mit eigener Identität sofort ins Auge. Als optimale Ergänzung zu den Holzelementen und für eine besonders natürliche Wirkung soll die Fassade des i8 aus recyceltem Aluminium in einem gedämpften Grünton bestehen. Offene Foyers und schwebende Treppen sowie ein Park mit historischem Baumbestand laden die künftigen Nutzer zum produktiven Arbeiten in einem Wohlfühlambiente ein und lassen viel Licht ins Innere.

"Wir versuchen immer alle Seiten eines Gebäudes interessant zu gestalten, bei uns gibt es keine Vorder- und Rückseiten." Mads Mandrup Hansen

Die Büroräume haben eine lichte Raumhöhe von drei Metern und optimierte Bundtiefen, um ein Maximum an Tageslicht zu sichern. Ein Atrium aus warmen Holzmaterialien erleichtert Networking, Wissensaustausch und den visuellen Kontakt zwischen den verschiedenen Etagen und Einheiten. Beim Grundriss wurde Wert auf Flexibilität gelegt: Die Räume lassen sich in Einzelbüros, Großraumbüros oder eine Kombination beider Konzepte umwandeln.

"Noch müssen wir Bürogebäude wegen der Fluchttreppenhäuser in Stahlbeton als Hybrid erstellen, künftig werden aber wohl auch komplette Holzkonstruktionen möglich sein." Mads Mandrup Hansen

Die räumliche und strukturelle Aufteilung der Innenräume basiert auf der Idee, drei identische Bürozonen zu kombinieren, die flexible Räume zulassen. Diese werden durch drei verschiedene Fassadentypen zusammengeführt. Das Fassadensystem ermöglicht sowohl Energieeinsparung durch Sonnenschutz als auch natürliche Belüftung. Durch den hohen Holzanteil im Innenraum sorgt die Holz-Hybrid-Konstruktion für ein angenehmes Raumklima.

Um die Bemühungen um ein nachhaltiges, energieschonendes Gebäude zu unterstreichen, strebt der Münchner Entwickler des Projekts, die R&S Immobilienmanagement GmbH, das höchste Zertifzierungsniveau für LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) und der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) an.

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