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Umzugskosten planen: Mit welchen finanziellen Aufwendungen ist zu rechnen?

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Zeit für einen Tapetenwechsel. Ob aus beruflichen oder privaten Gründen - hin und wieder kann eine häusliche Veränderung nötig sein. Wird ein Umzug geplant und steigt die Vorfreude auf die Einrichtung des neuen Zuhauses, kann es jedoch schnell vorkommen, dass Kosten unterschätzt werden. Um böse Überraschungen zu vermeiden, welche die Freude am neuen Heim trüben könnten, sollten einige wichtige Punkte daher schon vorab kalkuliert werden.

Einen Schlussstrich ziehen: Diese Arbeiten sind in der alten Wohnung noch zu erledigen

Bevor die Kosten für die neue Wohnung ins Auge gefasst werden können, muss zunächst die bisherige Wohnung übergabebereit sein. Dazu gehört selbstverständlich das Verpacken der eigenen Utensilien und das Verladen(lassen) der Möbel. Aber auch die Ausbesserung von Bohrlöchern in den Wänden, die Demontage von nicht durch den Vermieter abgenommenen Gardinenstangen oder Garderoben sowie ein Überstreichen stark farbiger Wände sollte nicht in Vergessenheit geraten. Für 80 Quadratmeter Streichfläche muss mit Farbkosten von etwa 50 Euro gerechnet werden. Für Streichzubehör wie Abdeckplanen, Pinsel und Rollen sollten noch einmal 25 bis 50 Euro eingeplant sein.

Welche Kosten fallen für Mietverträge, Ummeldungen und Kaution an?

Sollte die bisherige Wohnung nicht rechtzeitig gekündigt worden sein, ist eine vorübergehende doppelte Mietzahlung einzukalkulieren. Hinzu kommt die Mietkaution, die bis zu drei Monatsmieten betragen kann und üblicherweise mit der ersten Mietzahlung fällig wird. Wurde ein Makler mit der Wohnungssuche beauftragt, kann auch dessen Provision als Teil der Umzugskosten eingeplant werden.

Bedacht werden muss außerdem die rechtzeitige Ummeldung von Energie-, Telefon- und Internetverträgen, die je nach Anbieter bis zu 80 Euro kosten kann. Auch die schnelle Ummeldung auf dem Einwohnermeldeamt ist obligatorisch (dafür aber üblicherweise kostenlos) und kann bei Versäumnis zu Bußgeldzahlungen führen. Auto- und Motorradfahrer sollten an die entsprechende Ummeldung ihres Fahrzeugs denken, die mit bis zu 200 Euro zu Buche schlägt.

Wer außerdem sicherstellen möchte, dass durch den Umzug keine wichtigen Postsendungen verlorengehen, kann zusätzlich einen Nachsendeauftrag aktivieren. Dieser kostet (für Briefe) etwa 30 Euro monatlich. Für Paketnachsendungen fallen gegebenenfalls zusätzliche Gebühren an.

Das kostet der eigentliche Umzug

Für den Umzug selbst sind zunächst einmal geeignete Umzugskartons unerlässlich. Bereits große Kartons mit mehr als 70 Litern Fassungsvermögen können oftmals für weniger als fünf Euro pro Stück erworben werden. Hinzu kommen die Kosten für Sicherungsmaterial wie Luftpolsterfolie oder Seidenpapier, die mit etwa ein bis zwei Euro pro Meter einkalkuliert werden. Wer an dieser Stelle sparen möchte, kann stattdessen zuvor gesammeltes Zeitungspapier zur Polsterung nutzen.

Gespart werden kann auch, wenn der Umzug mithilfe von Freunden und Familie sowie mit privaten Fahrzeugen bewerkstelligt wird. Alternativ ist die Anmietung eines Transporters oder kleinen LKWs möglich. Hier kommen Kosten zwischen 50 und 150 Euro pro Tag auf die Umziehenden zu - zuzüglich der anfallenden Benzin- und Kilometerkosten. Wer hingegen lieber auf professionelle Hilfe setzt, die auch das Verpacken, Verladen und das erneute Aufstellen der Möbel und Kartons in der neuen Wohnung beinhaltet, sollte hingegen ein Umzugsunternehmen beauftragen. Weniger aufwendige Umzüge schlagen dabei mit etwa 500 Euro zu Buche, wohingegen umfangreiche Umzüge zwischen 1.200 und 2.000 Euro kosten können. Hier lohnt sich ein eingehender Vergleich der zahlreichen online zu findenden Angebote, sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der inbegriffenen Leistungen. Häufig sind etwa bestimmte Schäden versichert, wohingegen andere nicht übernommen werden. Eine Prüfung der entsprechenden Details ist daher besonders wichtig. Darüber hinaus kann über den Abschluss einer zusätzlichen Umzugsversicherung nachgedacht werden. Auch hier gilt: Ein Angebotsvergleich lohnt sich.

Egal ob durch Freunde oder von Profis organisiert: Für das Umzugsmobil sollte stets ein freier Parkplatz vor der neuen Wohnung zur Verfügung stehen. Eine vorübergehende Halteverbotszone kann bei der Stadtverwaltung beantragt werden und kostet circa 50 Euro pro Tag.

Auch bei Umzügen, die Freunde oder die Familie durchführen, darf die Verpflegung am Umzugstag nicht vergessen werden. Außerdem sollten die Umziehenden Kosten für ein nachträgliches Dankeschön, wie beispielsweise ein gemeinsames Essen oder eine kleine Party, im Hinterkopf behalten. Des Weiteren müssen spezifische Kosten bedacht werden, etwa für

  • die Anschaffung einer neuen Küche, wenn keine Einbauküche vorhanden ist
  • die Einlagerung von nicht in der neuen Wohnung benötigten Möbeln und Utensilien
  • eine Haustier- oder Kinderbetreuung am Umzugstag
  • neue Lampen beziehungsweise Glühbirnen, insofern ein Kompatibilitätsproblem mit den herkömmlichen Lichtquellen besteht
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