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Mann auf'm Mond

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Anlässlich der ersten bemannten Mondlandung vor 50 Jahren startet die ERES-Stiftung zu einer Space-Odyssee und DOM publishers hat sogar einen Architekturführer Mond herausgebracht. Obwohl den Mond seit 1972 niemand mehr betreten hat, fasziniert der Erdtrabant immer noch. SpaceX plant schon Mondflüge für Touristen.

Am 21. Juli 1969 starren Millionen von Menschen gebannt auf Fernsehschirme und sehen zu, wie Neil Armstrong den ersten Fußabdruck der Menschheit auf der staubigen Oberfläche des  Mondes hinterlässt. Er war der erste von 12 Menschen, die je den Mond betreten haben.

50 Jahre und 40 gelungene und misslungene Landungen später ist der Mond wieder ein gefragtes Ziel der Raumfahrt. Bis 2030 wollen die NASA, China und Russland bemannte Flüge starten. Und Tesla-Chef Elon Musk hat den ersten privaten Mondflug an einen japanischen Milliardär verkauft. Sein Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) bastelt an einer Kapsel, in der zwei Weltraumtouristen in naher Zukunft den Mond umrunden können.

Den ersten Architekturführer Mond gibt es schon. Darin werden all jene Artefakte betrachtet, die der Mensch auf den Erdtrabanten geschickt hat. Luna, Ranger und Apollo - Sonden und Raumkapseln, die mal unbeabsichtigt, mal kontrolliert abstürzten oder auf der Mondoberfläche zurückgelassen wurden. Bizarre Technik und Schrotthaufen, die dennoch eine architektonische Kategorisierung erlauben, weil es sich um räumliche Objekte handelt, die von Ingenieuren nach statischen Gesetzen konstruiert und nach ästhetischen Prinzipien gestaltet wurden. Und da sie Teil einer technisch-räumlichen Entwicklung sind, stellt Autor Paul Meuser sogar die Idee eines lunaren Denkmalschutzes in den Raum. Mit Beiträgen der ersten Raumfahrtarchitektin Galina Balaschowa, die das Wohnmodul für das sowjetische Raumschiff Sojus entwarf, Alexander Gluschko, Olga Bannova, Brian Harvey und Gubir Singh. Und nicht zu vergessen: Die Mondkarten im Anhang - vielleicht macht der eine oder andrer ja doch noch mal Urlaub auf dem Mond.

Ein Gefühl für Zero Gravity bekommen die Besucher der Ausstellung in der ERES-Stiftung. Eine speziell entworfene heterotopische Rauminstallation des Medienkünstlers Peter Kogler fordert den Gleichgewichtssinn und vermittelt dem Betrachter eine Ahnung grenzenloser Schwerelosigkeit. In diesem verspiegelten Environment treffen raumreflektive Arbeiten der 60er-Jahre von Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder Sol LeWitt auf aktuelle Werke von Gregor Hildebrandt, Sonia Leimer oder Hans Schabus. Technische Objekte in der Ausstellung wie der Raumanzug von Neil Armstrong, die Apollo 11-Checkliste von Buzz Aldrin oder ein Teil eines Apollo-Schutzschildes lassen den Pioniergeist und die Aufbruchsstimmung der 60er-Jahre wieder aufleben. Ein kürzlich aufgezeichnetes Exklusiv-Interview mit Charlie Duke (Apollo 11 Capcom und Apollo 16 Moonwalker) ist das Verbindungsmodul von Ausstellung und wissenschaftlichem Vortragsprogramm. Als Stargast des wissenschaftlichen Begleitprogramms wird im Herbst u.a. Ulf Merbold über sein Leben als Astronaut und Wissenschaftler im All berichten.

Ausstellung
23. Juli – 30. November 2019

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Sa, 11.00 – 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung
Eintritt frei

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