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Wohnungspolitik im Wandel

Siedlung Passau-Neustift, Hermann Schröder und Sampo Widmann, 1989. Foto: Sampo Widmann Siedlung Passau-Neustift, Hermann Schröder und Sampo Widmann, 1989. Foto: Sampo Widmann
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Das Thema Wohnungsbau ist heute so aktuell wie vor hundert Jahren. Die Ausstellung aus Anlass des Jubiläumsjahres 2018 „Wir feiern Bayern" widmet sich dem Wohnungsbau im Freistaat Bayern und zeigt seine Geschichte von den Anfängen der ersten staatlichen Initiativen zur Wohnungspolitik nach dem Ersten Weltkrieg bis zu gegenwärtigen Aufgaben und Förderkonzepten.

Das Recht auf eine Wohnung ist seit 1919 Bestandteil der Weimarer Reichsverfassung. Damit war der Grundstein für eine soziale Wohnungspolitik gelegt, deren unterschiedliche Ausprägungen und Schwerpunkte in der Geschichte den geförderten Wohnungsbau und damit die Wohnungsstruktur von Städten und Gemeinden bis heute beeinflussen. In einer chronologischen Abfolge werden über vierzig Beispiele für architektonische Lösungen der Wohnungsfrage im Kontext der politischen Maßnahmen sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Sie sind Spiegel der jeweiligen Lebensverhältnisse, Gesellschaftsstrukturen und historischen Umbrüche in der Geschichte Bayerns.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Bau- und Siedlungsprogramme – insbesondere zur Entwicklung des sozialen und geförderten Wohnungsbaus im Freistaat – sowie die Schaffung von kostengünstigen Wohnungen für eine breite Bevölkerungsschicht. Die Darstellung der vielfältigen Bautypen reicht vom Eigenheim über die Kleinsiedlung und dem mehrgeschossigen Zeilenbau bis zur Großsiedlung.

Dabei finden besonders jene übergreifenden Aspekte Beachtung, die den Wohnungsbau in den unterschiedlichen Zeiten maßgeblich beeinflussten: Gesetzesänderungen und politische Kurswechsel, Kriegszerstörungen und Wohnungsnöte, Zuwanderungsbewegungen und tiefgreifende gesellschaftliche Entwicklungen werden dabei ebenso betrachtet wie Veränderungen in der Mobilität, der Ausstattung von Wohnungen und den Fertigungsweisen im Wohnungsbau. Diese Themen bilden in der Ausstellung anhand exemplarischer Zeitschienen den kulturgeschichtlichen Kontext. Ziel ist es, die wechselhafte Geschichte des Wohnungsbaus in unterschiedlichen Facetten und Perspektiven sichtbar zu machen.

Die Ausstellung zeigt neben Fotografien und Planmaterialien zahlreiche Modelle und umfangreiches historisches Filmmaterial. Eine partizipative Station lädt die Besucher ein, sich an einer Umfrage zur Wohnungssituation zu beteiligen. Nach dem Auftakt in der Pinakothek der Moderne wird die Präsentation an zahlreichen weiteren Orten in Bayern gezeigt. „Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen!" wurde kuratiert von Hilde Strobl, die Ausstellungsgestaltung entwarf StiftungFREIZEIT.

Kuratorenführungen
DO 22.03.2018 | 17.30 | mit Hilde Strobl
DO 12.04.2018 | 18.30 | mit Hilde Strobl | mit Übersetzung in Gebärdensprache

  • Veranstaltungstyp

    Ausstellung

  • Location

    im Architekturmuseum der TU München, in der Pinakothek der Moderne
    Arcisstraße 21
    80799 München
    Kartenansicht

  • Ausstellungsdauer

    vom Donnerstag 15. März bis Montag 21. Mai

  • Veranstalter

    Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in Kooperation mit dem Architekturmuseum der TU München

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