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Korea: Design + Plakat

Explosion und Chaos – oder Land der Morgenstille? Zwischen diesen Extremen oszilliert Design in Südkorea.

Mit ausgewählten Objekten aus ihren Museumsbeständen zeigt Die Neue Sammlung erstmals Design, Kunsthandwerk und Plakate aus Südkorea, beginnend mit den 1980er Jahren.
Unter Design versteht man in Korea sowohl Kunsthandwerk als auch die Gestaltung von Industrieprodukten, die hohes Ansehen in einem Land genießen, das sich von der Armut der Nachkriegszeit zum Industriestaat entwickelt hat. Die Suche nach der einfachen Schönheit in einem alltäglichen Produkt zeichnete zunächst den koreanischen Weg im Kunsthandwerk aus. So fasziniert die sublime Einfachheit koreanischer Porzellanobjekte gleichermaßen wie die sanft dahinfließenden Formen von Metallgefäßen. Zarte, aus ungewöhnlichen Materialien und in hoher handwerklicher Perfektion gearbeitete Schmuckobjekte führen in eine andere Dimension, die aufgrund ihrer Innovation bislang ihresgleichen sucht. Eine Qualität, die seit der „Frankfurter Deklaration" (1992) und ihrem Aufruf zu mehr „Klasse statt Masse" ihre Umsetzung auch und gerade in der industriellen Fertigung fand und dazu beigetragen hat, dass Korea heute zu einer Leitkultur Asiens geworden ist. Egal ob es sich dabei um Kameras von Samsung und Mobiltelefone von LG handelt, um Leuchten von Ramun oder Automobile von Kia mit ihrer berühmten „Tiger-Nose". Doch „Made in Korea" liest man nicht; koreanische Produkte sind erst auf den zweiten Blick erkennbar – stattdessen sind es eher die Markennamen, die für das K-Design stehen.

K-Pop, K-Style, K-Film – die sogenannte Koreanische Welle hat nicht nur ganz Asien, sondern auch den Westen erreicht. Jedoch gehen die kulturellen Strömungen in beide Richtungen, und das koreanische Graphikdesign rezipiert nicht nur Pop Art und Comics, sondern auch Bauhaus und Schweizer Typographie. Zeitgenössische koreanische Plakate zeigen dies besonders eindrucksvoll und lebendig. Erstmals in Europa widmet sich eine Ausstellung speziell diesem Bereich. Rund 100 Arbeiten von 25 Grafikern und Studios aus Korea skizzieren das Bild der heterogenen Tendenzen von Experimenten mit der koreanischen Hangul-Typographie oder 3D-Renderings bis zum Aufgreifen des Stils der 70er- und 80er-Jahre ... Explosion?
Das Spektrum der Aufgaben umfaßt Kulturplakate für Kunst- und Design-Ausstellungen, Film-Festivals und Performing Arts ebenso wie die Ankündigung von Büchern, Magazinen und Schallplatten-Märkten oder Plakate für Musikgruppen, Clubs und Modedesigner. Neben Eigenaufträgen für Plakatwettbewerbe stehen humanitäre Anliegen und politischer Protest, Umweltschutz und Initiativen gegen Auswüchse der Stadtentwicklung.
Die Ausstellung läßt typografische Poesien des großen Hangul-Reformers Sang-Soo Ahn (*1952) entdecken, abstrakte und konzeptuelle Designansätze, 2D-3D-Transformationen und Type-Design, surreale Phantasien und die großformatigen, vielfach ausgezeichneten Siebdrucke von Kum-Jun Park (*1963) mit ihrem drucktechnischen und gestalterischen Raffinement.

  • Veranstaltungstyp

    Ausstellung

  • Location

    in der Neuen Sammlung, Pinakothek der Moderne
    Barer Strasse 40
    80333 München
    Kartenansicht

  • Ausstellungsdauer

    vom Samstag 4. März 2017 bis Sonntag 18. Juni 2017

  • Öffnungszeiten

    Dienstag bis Sonntag 10:00-18:00
    Donnerstag 10:00-20:00

  • Veranstalter

    Die Neue Sammlung

  • Eintritt

    regulär 10 €, ermäßigt 7 €, sonntags 1 € (für die gesamte Pinakothek der Moderne!)

  • Weitere Informationen

    finden Sie hier