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1.500 Gräber freigelegt

1.500 Gräber freigelegt

Bauherren überlassen archäologische Funde auf Dörnberg-Areal der Stadt Regensburg.

Schon vor Beginn der Arbeiten am Dörnberg stand fest, dass dort Bodendenkmäler zu erwarten sind. Nun sind Details zu den Funden bekannt: Über 1.500 Gräber sind auf dem Areal zwischen Kumpfmühler und Dechbettener Brücke freigelegt worden. Sie stammen vorwiegend aus der Römerzeit des 2. Bis 5. Jahrhunderts n. Chr. Aber auch etliche aus dem nachfolgenden Frühmittelalter (spätes 5. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) wurden gefunden. Die archäologischen Neu-Entdeckungen können Licht in die so genannten „dark ages" in der bayerischen Geschichte während des 5. und 6. Jahrhunderts bringen und Antworten auf Fragen zur Bevölkerungszusammensetzung während der Stammesbildung der Bajuwaren mit politischem Zentrum in Regensburg liefern. Die sensationellen Funde tragen so dazu bei, die Kontinuität der Regensburger Geschichte aufzurollen und haben damit das Potential, die Bayerische Geschichte bis ins frühe Mittelalter neu zu schreiben. Sie geben wertvolle Einblicke in die bis dato unklaren Anfänge des bajuwarischen Stammes.

Die Untersuchungen auf dem Areal werden seit Frühjahr 2015 in Auftrag der Dörnberg-Viertel Projekt GmbH & Co. KG durch die Ausgrabungsfirma „Archäologie KANT GmbH" in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. Nach geltendem Recht steht das gesamte Fundmaterial dem Grundeigentümer zu. Dieser überlässt die archäologischen Entdeckungen jedoch der Stadt Regensburg gegen einen eher symbolischen als wirtschaftlich deckenden Betrag.

In den kommenden Jahren entstehen auf der 25 Hektar umfassenden Fläche in Laufweite zur Regensburger Altstadt neben dem Quartiers- und Nahversorgungszentrum „Dörnbergforum" großzügiger Raum zum Wohnen. Derzeit befinden sich die ersten 190 Apartments und Wohnungen im „Georgenhof", Wohnbauabschnitt eins von insgesamt drei, im Vertrieb. Die Wohngebäude werden von unterschiedlichen Architekten umgesetzt. Für die Gestaltung des „Dörnbergforums" zeichnet sich das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner München verantwortlich.