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Ingvild Goetz verschenkt ihre Sammlung

Sammlung Goetz Lagerbereich | © Nikolas Winter Sammlung Goetz Lagerbereich | © Nikolas Winter
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17. September 2013

Die Münchner Sammlerin Ingvild Goetz verschenkt ihre Sammlung samt Herzog de Meuron-Gebäude an die Bayerische Staatsgemäldesamlung.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Sammlung hat sich Ingvild Goetz jüngst entschlossen, ihre Medienkunstsammlung und ihr Museumsgebäude dem Freistaat Bayern zu schenken. Die anderen Teile der mehr als 4.700 Werke umfassenden Sammlung – Gemälde, Fotokunst, Graphiken, Skulpturen und Installationen – werden den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, dem Haus der Kunst und dem Neuen Museum in Nürnberg als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt.

Ministerpräsident Horst Seehofer und Kunstminister Dr. Wolfgang Heubisch haben die Entscheidung von Ingvild Goetz, einer der weltweit renommiertesten Sammlerinnen auf dem Gebiet der Gegenwartskunst, begrüßt, dem Freistaat Bayern sowohl ihren herausragenden Museumsbau als auch einen bedeutenden Teil der von ihr gesammelten Kunstwerke als Schenkung anzubieten. 

Ministerpräsident Horst Seehofer zeigte sich erfreut über die Schenkung: „Dies ist für den Freistaat die einmalige Gelegenheit, eine der international anerkanntesten Sammlungen der Gegenwartskunst für Bayern zu sichern. Bayern wird damit als Kunst- und Kulturstandort nachhaltig gestärkt. Die renommierte Sammlung Goetz ist ein Gewinn für den staatlichen Kunstbesitz besonders im Bereich Medienkunst. Dies ist für den Freistaat Bayern einer der bedeutendsten Kunstzuwächse der letzten Jahrzehnte."

Ihr großzügiges Angebot an den Freistaat begründete Ingvild Goetz mit den Worten: „Es ist mein Wunsch, dass die Sammlung Goetz in München bleibt und dass mein Museum in Oberföhring auch in Zukunft für die Präsentation von Gegenwartskunst genutzt wird. Entscheidend war für mich die Zusage des Freistaats, die optimale Betreuung und Unterbringung der Sammlung zu gewährleisten. So will der Freistaat die Kosten für den Betrieb des Museums sowie zur Aufbewahrung und Erhaltung der Sammlung übernehmen. Außerdem wird der Freistaat sich verpflichten, stets eine repräsentative Auswahl der Medienkunstsammlung dem Publikum zugänglich zu machen."

Kunstminister Heubisch betonte: „Ingvild Goetz hat stetig Werke der jeweiligen Gegenwart mit Blick auf das globale Kunstgeschehen erworben. Die Sammlung deckt damit die mediale Bandbreite der heutigen künstlerischen Ausdrucksformen ab. Im staatlichen Kunstbesitz bestand hier hingegen bisher eine schmerzhafte Lücke. Die Sammlung würde diese Lücke nun schließen. Zudem ist geplant, die dem Freistaat Bayern überlassenen Kunstwerke nicht ausschließlich im Museumsgebäude in der Oberföhringer Straße zu zeigen. Die Objekte können auch anderen Museen und Ausstellungshäusern, wie dem Haus der Kunst, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und dem Neuen Museum Nürnberg als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. Damit ist gewährleistet, dass die gewonnenen Kunstwerke nicht nur die Kulturmetropole München stärken, sondern den Kulturstandort Bayern insgesamt." Die künstlerische Leitung des Museums und der Sammlung bleibt in den Händen von Ingvild Goetz.

Über die Sammlung
Die in den letzten 40 Jahren entstandene Kunstsammlung Goetz ist weltweit einzigartig. Das Wallstreet Journal zählt sie zu den besten zehn Privatsammlungen im Bereich der Gegenwartskunst. Die Sammlung umfasst über 4.700 Kunstwerke. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bereich Medienkunst mit annähernd 500 Filmen, Videos und Installationen. Daneben sind etwa 4.200 Gemälde, Plastiken, Arbeiten der Fotokunst, Graphiken und Installationen Bestandteil der Sammlung.

Ihr Museum, entworfen von Jacques Herzog und Pierre de Meuron, zählt seit der Eröffnung 1993 zu den Ikonen der modernen Museumsarchitektur. Das Bauwerk ist abgesehen von der architektonisch herausragenden Gestaltung auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil es sich um den ersten Museumsbau von Herzog & de Meuron handelt, der außerhalb der Schweiz errichtet wurde.

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen freuen sich auf die Fortsetzung der erprobten Zusammenarbeit mit Ingvild Goetz und ihren Mitarbeitern, da sich nun auch für die Pinakothek der Moderne neue Perspektiven entwickeln lassen. Auch das Neue Museum in Nürnberg möchte seiner Begeisterung über die großzügige Schenkung und Dauerleihgaben der Sammlung Goetz an den Freistaat Bayern Ausdruck verleihen. Besondere Freude und Ehre ist es dem Neuen Museum, zum Kreis der Institutionen zu zählen, die mit diesen Werken arbeiten dürfen.

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