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Wie funktioniert Architektur?

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30. Juli 2013

Wie lässt sich bei Schülerinnen und Schülern das Interesse für die Themen Städtebau, Architektur und Wohnungsbau wecken? Die 8. Jahrgangsstufe des Städtischen St.-Anna-Gymnasiums forschte, experimentierte, entwickelte und präsentierte seine Ergebnisse im Rahmen eines zweiwöchigen Unterrichtsprojektes und wurde dafür mit dem ersten Preis des Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung 2012/2013 ausgezeichnet.

Bei gemeinsamen Exkursionen zu verschiedenen Beispielen des Siedlungsbaus und einem Besuch der GWG München sammelten die Schülerinnen und Schüler im Sommer 2012 zunächst praktische Erfahrungen. In der GWG-Wohnanlage im Stadtteil Au richteten die Schülerinnen und Schüler dann in leeren Wohnungen eines zur Modernisierung anstehenden Gebäudes ihr Wohnlabor ein: Vertraute Tätigkeiten wie Musikhören, Essen, Chillen, Fußballspielen, Reden und Arbeiten wurden an unterschiedlichen Orten innerhalb der Siedlung Au erprobt.

Dabei wurde unter anderem das Bewusstsein für Zonen von öffentlichem und privatem Raum, möglichen Schnittstellen und scharfen Grenzen aktiviert. Die Schülerinnen und Schüler trugen die Erkenntnisse und Ergebnisse zusammen und machten sie anhand von Arbeitsmodellen in unterschiedlich gestalteten Räumen sichtbar. Auch Fragen des künftigen Zusammenlebens wurden im Wohnlabor diskutiert und in Modellen visualisiert. Zum Abschluss des Projekts präsentierte sich das Wohnlabor am 27. Juli 2012 den Mitschülern, Anwohnern und interessierten Besuchern.

Die Schülerinnen und Schüler kommunizierten aktiv ihre Ideen und zeigten ihre Zeichnungen, Fotos und Modelle. Die Vielfalt und die Kreativität, mit der die Schülerinnen Geschäftsführer Hans-Otto Kraus erklärt das Engagement der GWG München: „Städtische Räume und Architektur beeinflussen uns in unserem ganzen Leben. Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass man bereits in der Schulzeit lernen kann, Qualitäten zu entdecken, zu differenzieren, zu beurteilen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie räumliche und funktionale Wirkungen entstehen. Die Leidenschaft, mit der sich die Schülerinnen und Schüler sowie die verantwortliche Lehrerin, Frau Grete Turtur, mit dem Projekt auseinandersetzten, war beeindruckend. Mit dem Preis im Schulwettbewerb erfolgt eine wichtige – offizielle – Anerkennung, die Mut macht. Wir gratulieren der damals 8. Jahrgangsstufe, den beteiligten Lehrkräften und dem St.-Anna-Gymnasium zu diesem schönen Erfolg."

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