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Nach architektonischem Reinheitsgebot

Hild und K Architekten bauen die alte Gaststätte Donisl um, von außen werden die Veränderungen jedoch kaum zu bemerken sein...

Die Bayerische Hausbau und die Hacker-Pschorr Brauerei stellten am 25. März gemeinsam mit Andreas Hild (Hild und K Architekten, München) der Öffentlichkeit das architektonische Konzept für den Donisl vor. Ende letzten Jahres gaben die Unternehmen bekannt, dass die Immobilie Weinstraße 1 bis auf die Fassade komplett neu errichtet wird.

Architektur mit Reinheitsgebot
Das Konzept von Hild und K Architekten bezieht sich typologisch auf die Alt-Münchner Laubenhöfe, eine traditionelle städtische Bauweise. Aus diesem Anhaltspunkt entwickelten Hild und K Architekten einen Säulen umsäumten Innenhof, in dessen unterschiedlich ausgeprägten Rundbögen sich Tonnengewölbe anschließen und die Sitznischen untergliedern.

Die Atmosphäre des traditionellen Wirtshauses wird dabei aufgegriffen und neu interpretiert – zum Beispiel mit hellen Räumen die durch kreisförmige und im Durchmesser verschieden große Fensteröffnungen belichtet werden. Sie erinnern an gotische Rosettenfenster. Im Innenausbau werden klassische, hochwertige Materialien wie Holz, Sumpfkalkputz und Naturstein zum Einsatz kommen. „Die Materialien des neuen Donisl sollen einer Art Reinheitsgebot entsprechen: kein Kitsch, kein Fake, lauter ‚echte' Produkte", erklärt Andreas Hild, Geschäftsführer von Hild und K Architekten.

Zeitgemäßer Neubau
Das neue Gebäude wird im Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss eine Gaststätte mit rund 500 Sitzplätzen im Innenbereich beherbergen. Zusätzlich sind Außenbereiche mit insgesamt rund 120 Sitzplätzen geplant. Vom zweiten bis zum fünften Obergeschoss werden im Vordergebäude am Marienplatz neue Büroräume mit rund 1.100 Quadratmeter Geschossfläche geschaffen. Der hintere Bereich an der Thiereckstraße wird partiell um ein Geschoss aufgestockt. Um die Büroräume des Vordergebäudes etwas höher als bisher bauen zu können, werden die beiden oberen Fensterreihen der Bestandsfassade an der Weinstraße geringfügig versetzt. Die Fassade Weinstraße bleibt einschließlich des charakteristischen Freskos von Max Lacher und der Löwenskulptur von Marlene Neubauer-Woerner erhalten.

Mit den ersten Rückbaumaßnahmen im Gebäudeinneren wurde Anfang des Jahres begonnen, die Abbrucharbeiten werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2013 starten. Der Rohbaubeginn ist in der zweiten Jahreshälfte 2013 vorgesehen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2015 geplant.