Zeitgenössische Architektur in Bayern

Regine Geibel im Gespräch mit Markus Meili – Lista Office

Regine Geibel im Gespräch mit Markus Meili – Lista Office
Innovative Produkte und kundenorientierte Lösungen kennzeichnen seit der Gründung vor 60 Jahren die Marke Lista Office. Den raschen Veränderungen und unterschiedlichen Strömungen im "Lebensraum" Büro begegnet Lista mit originellen Lösungen. Als Spezialist für die Umsetzung von individuellen Konzepten ist das Unternehmen sowohl Partner für planende Architekten als auch für Auftraggeber. Die vor anderthalb Jahren eingeleitete Neuausrichtung der verschiedenen Firmen innerhalb der Schweizer Unternehmensgruppe Lista, hat sich ausgezahlt. Diese Veränderung wurde jetzt mit einem komplett neuen Markenauftritt gekrönt.
Wir sprachen mit dem CEO von Lista Office, Herrn Markus Meili.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE:
Lista ist ein erfolgreiches Schweizer Traditionsunternehmen im besten Sinne. Woran haben Sie gemerkt, dass die Zeit für Veränderungen reif ist?

Herr Meili: Die letzten 3 bis 5 Jahre sind geprägt von immer rascheren Geschäftstaktraten, einer Globalisierung der Märkte, einer Informationsrevolution sowie breit verfügbarer, mobiler Hochleistungstechnologie. Die Sicherung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmungen in diesem enorm fluiden Umfeld verlangt von den Firmen Schnelligkeit, Flexibilität, Kern-Kompetenzen sowie sofortige Informationen. Dies allein reicht nicht aus! Gefragt sind Interaktionen und daraus resultierende Ideen. Als Folge davon verschiebt sich der Fokus der Organisationen zum Mensch und zu den Prozessen. Damit ist auch klar, dass Raum und Ort den neuen Anforderungen an Flexibilität, Verfügbarkeit, Adaptierbarkeit und nicht zuletzt auch bezüglich Wohlbehagen gerecht werden müssen.
Wir haben als Anbieter von Produktlösungen und Büroraumkonzepten diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, d.h. wir verändern uns mit den Marktbedürfnissen. Diese Fähigkeit der Ausrichtung am Kundenbedürfnis haben wir in den letzten vier Jahren nachhaltig gestärkt.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE:
Das Finden eines neuen Corporate Design ist ein schwieriger und oft langwieriger Prozess. Müssen Sie sich noch mit dem neuen Brand und vor allem dem neuen Logo „anfreunden" oder war es Liebe auf den ersten Blick?

Herr Meili: Der Veränderungsprozess innerhalb Lista-Office hat bereits vor mehreren Jahren angefangen und äusserte sich beispielsweise mit dem Marktauftritt an der Orgatec 2004. Das neue Corporate Design war der letzte konsequente Schritt der Veränderung und verlief deshalb sehr einfach. Natürlich haben wir den neuen Auftritt mit geeigneten Mitteln getestet. Die gewählte Variante war aber tatsächlich für alle immer der Favorit - Liebe auf den ersten Blick. Wir sind begeistert.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE:
Sie haben die Qualitäten Ihres Unternehmens in 10 Punkten sehr konkret festgehalten. Unter anderem sind dies Wertigkeit, Ökologie, Kontinuität und Wirtschaftlichkeit. Kommunizieren Sie diese „10 Gebote" auch nach Innen als Maßstab für Ihre Mitarbeiter? Ist das Ihr Erfolgsrezept?

Herr Meili:
Diese Werte sind seit Jahrzente unsere Erfolgsfaktoren und Teil der Unternehmenskultur. Diese Verinnerlichung führt zur klaren Ausrichtung der Unternehmung und die konsequente Umsetzung fällt uns leicht, so waren wir beispielsweise der erste nach ISO 14001 zertifizierte schweizerische Büromöbelhersteller.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE: Schweizer Wertarbeit ist - natürlich zusammen mit der Deutschen - weltberühmt. Wie unterscheiden sich Ihre Produkte von denen vergleichbarer Unternehmen? Oder hebt sich Lista hauptsächlich mit einem besonders guten Dienstleistungsangebot ab?

Herr Meili: Die Lista Office differenziert sich vom Wettbewerb dadurch, dass wir in der gesamten Leistungserstellung führend sind. Da sind zum Beispiel die herausragende Qualität und das klare Design unserer Produkte. Oder die Fähigkeit, Arbeitswelten optimal auf individuelle Bedürfnisse auszurichten. Oder die Innovationskraft und Kundennähe, die zu Raumkonzepten und Produktsystemen führt, die das Leistungsvermögen entscheidend beeinflussen.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE: Sie sagen von sich „Wir wollen Räume und Arbeitsplätze so einrichten dass die Menschen sich darin wohl fühlen, dass sie motiviert und produktiv arbeiten können." Die lange Dauer des Minimalismus in Architektur und Design ist vorbei. Wie gehen Sie auf den Trend zu mehr Gemütlichkeit am Arbeitsplatz ein?

Herr Meili:
Wir sind nicht der Meinung, dass Gemütlichkeit am Arbeitsplatz gefragt ist. Wir sehen einen klaren Trend Richtung zonenorientierter Arbeitswelten wie beispielsweise Social Areas zur Förderung der informellen Kommunikation und damit einer Beschleunigung von Organisationen, Projekträume mit hochfunktionalen Workbenches (Motion XXL) oder Bibliothek-Zonen für konzentriertes Arbeiten. Diese Form der Arbeitswelt unterstützen wir mit einem ruhigen, klaren Design unserer Produkte welches im Zusammenspiel mit dem planenden Architekten eine optimale Integration unserer Büromöbelsysteme in die Architektur erlaubt. Unsere Produkte bilden die ideale Plattform für individuelle Gestaltung.

MUENCHENARCHITEKTUR.DE:
Sie streben eine stärkere Präsenz im Süddeutschen Raum an. Gibt es Unterschiede zwischen Deutschen und Schweizer „Möbelkäufern"?

Herr Meili: Wir werden als Lista Office nie jeden Kunden ansprechen können, d.h. der Lista Kunde in der Schweiz wie in Deutschland wird sich aus den gleichen Gründen für uns entscheiden: unserem Kunden ist die Wertigkeit der Produkte, das Design, die Funktionalität, die Ökologie von Stahlmöbel sowie unsere Beratungskompetenz wichtig.