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Urbanes Gebiet

Medienbrücke im Wrrksviertel. © Michael Nagy, LHM Medienbrücke im Wrrksviertel. © Michael Nagy, LHM
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07. März 2017

BDAtalk März | Stellt die neue Kategorie „Urbane Gebiete" der Baunutzungsverordnung als Instrument der Stadtentwicklung einen Gewinn für das Zusammenleben in der Stadt dar?

Im sogenannten „Werksviertel" in München nehmen Akteure aus Kultur, Verwaltung und Wirtschaft die Gestaltung ihrer Stadt selbst in die Hand und setzen sich gemeinsam für eine nachhaltige und partizipative Stadtentwicklung durch einen modernen, urbanen Mix ein. Sie verändern öffentlichen Raum mit einer Nutzungsmischung aus Gewerbebetrieben, Wohnungen, aber auch sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen und schaffen neue Begegnungsstätten für Bürger in ganz München.

Mit der aktuellen Ergänzung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) um die neue Kategorie „Urbanes Gebiet" soll das Leitbild der „urban gemischten Stadt" in der Praxis besser umgesetzt werden können. Kommunen dürfen demnach zukünftig auch in Gewerbegebieten oder in stark verdichteten, städtischen Gebieten neuen Wohnraum bauen. Damit wäre insbesondere der Weg zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums geebnet, was bislang in den klassischen Innenstadtgebieten nur in untergeordnetem Umfang zulässig ist.

Doch reicht diese Novellierung aus, um eine zeitgemäße Stadtentwicklung zu ermöglichen? Sind damit ausreichende bzw. richtige Werkzeuge vorhanden, um auf einen global agierenden Immobilienmarkt zu reagieren? Und welche Stellschrauben sind essentiell, um eine vitale, kleinteilige Mischung jenseits einfacher, eindimensionaler Funktionalitäten zu fördern?

Es äußern sich u.a. Dr. Robert Arsenschek (Direktor der Akademie der Bayerischen Presse ABP, München), Christian Böhm (1. Vorsitzender des Deutschen Werkbunds Bayern, München), Christian Bodensteiner (Bodensteiner Fest Architekten/Stadtplaner, München), Werner Eckart (Geschäftsführer OTEC GmbH & Co. KG, München), Johannes Ernst (Geschäftsführender Gesellschafter von Steidle Architekten, München), Dr. Barbara Anne Hendricks (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin), Dieter Koppe (Leiter Arbeitskreis „Archiv und Geschichte" und „Arbeitskreis Konzertsaal München" des Deutschen Werkbund Bayern), Michael Leidl (Vorstandsmitglied BDA Bayern, Referat für Raum- und Flächenplanung) und Ulf Millauer (Geschäftsführer Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung MGS, München).

Mit BDAtalk initiiert der Bund Deutscher Architekten BDA Bayern eine umfassende und breite Online-Debatte über Qualität von Baukultur weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. Der BDA Bayern lädt neben Architekten, Landschaftsarchitekten und Städtebauern die an Architektur interessierte Öffentlichkeit ein, sich unter www.bda-talk.de an der Diskussion zu beteiligen.

Das Symposium Architecture Matters, veranstaltet von Plan A am 10. März 2017, in München stattfindet greift das Thema Werksviertel auf, einschließlich des neuen Konzertsaals, für dessen Realisierung derzeit ein Architekturwettbewerb läuft. Tickets sind unter www.architecturematters.eu erhältlich.

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