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Thesen & Strategien

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15. Februar 2017

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das immer noch für viele Menschen in allen Regionen der Welt nicht oder nur unzureichend gedeckt wird. Architektur und Städtebau können einen entscheidenden Beitrag leisten, neue Lösungsansätze zu finden, um das Angebot von Wohnraum für alle sicherzustellen. Zwei Bücher aus dem jovis Verlag stellen nun genau solche vor:

Neue Standards – Zehn Thesen zum Wohnen
Olaf Bahner und Matthias Böttger

Jetzt muss es mal wieder ganz schnell gehen: Wohnungen werden zügig, in großer Zahl und zu erschwinglichen Mieten benötigt. Doch in welchem Verständnis soll dieses gewaltige Wohnungsbauprogramm realisiert werden? Weiter so wie bisher – im Regelgeflecht von DIN-Normen und in den klassischen Wohntypologien „Single" und „Kleinfamilie"? Zeit für einen Perspektivenwechsel: Mit den Neuen Standards plädieren zehn Architekten, die sich in den letzten Jahren durch Gebautes an den Debatten um das Wohnen beteiligt haben, dafür, sich von quantitativen Vorgaben im Wohnen zu lösen und eine Qualitätsdiskussion anzukurbeln. Neue Standards stehen für ein Wohnen, das sich auf Essenzielles besinnt, für ein flächenkompaktes Wohnen, für ein Wohnen mit anpassungsfähigen Raumstrukturen. Wie weit kann man den Ausbaustandard von Wohnbauten reduzieren? Welche gestalterischen Vorteile bringt serielle Produktion mit sich? Dabei sollen keine Handlungsanweisungen gegeben werden, sondern Impulse. Die zehn Thesen sollen neue Denkräume eröffnen – zum Beispiel: Dichte als Möglichkeit, Monotonie ist Qualität, Denke nicht in Korridoren.

Bezahlbar.Gut.Wohnen – Strategien für erschwinglichen Wohnraum
Klaus Dömer, Hans Drexler, Joachim Schultz-Granberg

Die Herausforderung besteht vor allem darin, die Kosten und den resultierenden Wohnwert in ein optimales Verhältnis zu setzen. Vor diesem Hintergrund werden in Bezahlbar.Gut.Wohnennicht nur theoretische Ansätze vorgestellt, sondern am Beispiel herausragender Wohngebäude auch Strategien aufgezeigt, wie erschwinglicher Wohnraum geschaffen werden kann. Durch die Analyse der Projekte im ökonomischen, sozialen und städtebaulichen Kontext gelingt es, diese Strategien vergleichbar zu machen. Muster bezahlbaren Wohnens werden sichtbar. Unter den Beispielen: das Hotel MagDas von AllesWirdGut Architekten als sozialer Katalysator, das Ausbauhaus von Praeger Richter Architekten als Rohbauregal mit Ausbauoptionen oder die Kalkbreite von Müller Sigrist Architekten als aktives Wohnmodell.

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