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Studentenwohnheim Universität Erlangen

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30. Juli 2013

Die Entscheidung des Preisgerichts für den nicht offenen Wettbewerb zur Planung einer Studentenwohnanlage in Erlangen fiel am 10. Juli...

Mit dem Wettbewerb beabsichtigt das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg auf einem Teilgrundstück des „Campus Süd" der Universität Erlangen eine neue studentische Wohnanlage zu errichten. Der Wettbewerbsumgriff ist Teil des Campusareals, das durch eine Straße und die bestehende studentische Wohnanlage in zwei Bereiche unterteilt wird, im nördlichen Teil liegt die naturwissenschaftliche Fakultät, im südlichen Teil die technische Fakultät.

Aufgabe des Ideenteils ist die Klärung der undefinierten Räume und Strukturen und die Schaffung einer angemessenen Verbindung der beiden Areale. Der Wettbewerbsumgriff umfasst etwa 2,85 ha und ist mit mehreren Wohngebäuden für Studenten bebaut, von denen einige derzeit saniert werden bzw. wurden. Im Realisierungsteil soll ein Entwurf für die Erweiterung der bestehenden Wohnanlage mit Neubauten für ca. 340 bis 400 Wohnplätze für Studierende entwickelt werden.

Das Studentenwerk erwartet vom Wettbewerb ein optimales Ergebnis im Hinblick auf die Gestaltung, die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit. Der Wettbewerb wird als kombinierter Wettbewerb für die Bereiche Städtebau und Landschaftsplanung, Gebäudeplanung und Freianlagenplanung nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) durchgeführt.

Preisträger

1. Preis
| Karl + Probst, München mit TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin

3. Preis | löhle neubauer architekten, Augsburg mit lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner, München

4. Preis | Translocal Architecture, Bern, Dresden mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

Anerkennungen

- Hirner + Riehl Architekten, München mit lab landschaftsarchitektur brenner, Landshut;
- grabner + huber landschaftsarchitekten partnerschaft, Freising, Freising mit bogevischs buero, München und Thomas Egger Modellbau, München;
- Numrich Albrecht Klumpp Architekten, Berlin mit ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin;
- Reinhard Bauer Architekten, München mit landschaftsarchitektur kroitzsch, Gröbenzell

Auszüge aus der Beurteilung des Siegerentwurfs durch das Preisgericht

Die Arbeit hebt sich durch eine ausgewogene und durchgängig nachvollziehbare Tiefe der Durcharbeitung hervor. Dabei sind die Auslobungsbedingungen in den wesentlichen Punkten berücksichtigt.

Der Entwurf thematisiert das Wohnen im Wald und führt die vorhandene Bebauung mit ihrem dörflichen Charakter auf neue Art fort. Dabei sind 6 würfelförmige Baukörper spielerisch in den Wald platziert. Die dadurch entstehenden Freiräume verzahnen die Neubauten überzeugend mit dem Bestand.

Auf die sehr unterschiedlichen, städtebaulichen Bezüge zur Erwin-Rommel-Straße, dem Chemikum, dem neuen Parkhaus und den Bestand wird sehr geschickt mit unterschiedlichen Höhenentwicklungen reagiert.

Bezüglich der Verbindung von Technischer und Naturwissenschaftlicher Fakultät, sowie den Bezügen zur Wohnsiedlung am geplanten Verknüpfungspunkt Erwin- Rommel-Straße ist die Platzierung des Gemeinschaftshauses mit einem großzügigen Platz sehr gut gelungen. Die gewünschte städtebauliche Verbindung erhält dadurch von Anfang an eine prägnante Ausrichtung.

Das Wohnen in Gruppen wird durch unterschiedlich hohe, 4- bis 6-gechossige Baukörper, auf den einzelnen Ebenen durch Gemeinschaftsloggien mit vielfältigen Bezügen zur Umgebung überzeugend dargestellt. 

Die Grundrisse sind bei den Flächen der Einzelappartements an der unteren Grenze.

Die Fassaden überzeugen durch Holzklappläden, die den klaren Baukörpern eine lebendige Erscheinung geben. Der Charakter der Fassadengestaltung ist dem Waldcharakter angemessen. 

Die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ökologie erscheinen auf der Grundlage der dargestellten Maßnahmen realisierbar.

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