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Bader Hotel

Stefan Beschorner

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Eine wunderbare Überraschung

Überall, aber nicht in Parsdorf hätte man dieses vorbildlich gestaltete und liebevoll geführte Hotel erwartet. Unprätentiös und dennoch behaglich, geschmackvoll ohne dekoriert zu sein und klug geplant ist das Bader Hotel von Monika Hobmeier. Und die Lage, die auf den ersten Blick merkwürdig erscheint, macht offenbar richtig Sinn, denn Messe und Flughafen sind nicht weit und die Innenstadt von München auch nicht so sehr, wie man denkt...

Im Interview erklären Monika Hobmeier und Patrick G. Rueff, Leiter der Hotelmarketing Gruppe, die das Haus betreut, wie das Konzept entstanden ist:

Architektur

Der Regensburger Architekt Stefan Beschorner kreierte im Auftrag von Monika Hobmeier ein nachhaltig gebautes, elegant-puristisches Hotel, das die Natur in all ihren Facetten widerspiegelt und skandinavisches Flair nach Parsdorf bringt. Holz ist das zentrale Element im Bader Hotel, außerdem finden sich die Materialien Stein und Glas in der Gestaltung.

Das Erdgeschoss mit seinem monolithischen Charakter aus Sichtbeton gibt Standfestigkeit, die Lärchenholzverkleidung der Fassade im Obergeschoss vermittelt durch die im Binärcode angeordneten Leisten Lebendigkeit und stellt gleichzeitig den Namen „Bader" dar. Die Fenster der einzelnen Zimmer sind von unterschiedlicher Breite und so angeordnet, dass sich beim näheren Hinsehen eine Wellenbewegung zu ergeben scheint. Das „Gründach" des Hotels mit seinem Mikroklima setzt das „Naturkonzept" des Hotels konsequent fort.

Zimmer

Die 50 Zimmer des Bader Hotels, jeweils 23 Quadratmeter groß, bestehen komplett aus Fichtenholz und wurden von der österreichischen Firma Kaufmann Bausysteme als fertige Module angeliefert. Das Fichtenholz sorgt für ein natürliches Raum- und Schlafklima, das durch das begrünte Hoteldach unterstützt wird. Durch Verdunstung des gespeicherten Regenwassers kühlen sich die direkt darunterliegenden Räume im Sommer ab. Im Winter sorgt die Dämmwirkung der Dachbegrünungsschicht dafür, dass die Zimmer weniger auskühlen; so wurde auch auf eine Klimaanlage bewusst verzichtet. Dies gilt auch für die Konferenzräume, die mit bodentiefen Fenstern und einer Klimakühldecke ausgestattet sind.

Alle Zimmer des Bader Hotels sind nach Osten oder Westen ausgerichtet, sodass entweder das Licht der Morgen- oder Abendsonne durch die bodentiefen Fenster flutet. Die komplette Aufverglasung in den zentralen Bereichen des Hotels (z. B. in der Lobby und den Fluren) ermöglicht ein größtmögliches Maß an Sonnenlicht, Helligkeit und Transparenz.

Design

Helles und dunkles Holz sowie viel Tageslicht gehören zum gestalterischen Konzept. Eichenholz- und Steinböden, Naturtöne wie Weiß, Grau und Sand bestimmen das Gesamtbild. Durch die Wahl der verarbeiteten Materialien entsteht eine moderne Geradlinigkeit, in die traditionelle Elemente eingebunden sind und die eine schöne Atmosphäre schafft. Der Kamin in der Lobby, Rehbockgeweihe aus Familienbesitz in den Zimmern und eigens designte Möbel lassen ein wenig bayerisches Flair entstehen.

Die Möbel in den Zimmern, die Rezeption und die Badertische im Café wurden von einer Schreinerei aus dem oberbayerischen St. Wolfgang speziell für das Bader Hotel gestaltet und hergestellt. Die Stühle an den langen Tischen und die Loungemöbel stammen von einem italienischen Hersteller.

Gartengestaltung

Der Garten erhielt einen besonderen Stellenwert im Rahmen der Entwicklung des Hotelprojekts. Er enthält zahlreiche für ein Businesshotel ungewöhnliche Elemente. Ausgangspunkt für die Gestaltung der Außenanlagen durch eine Firma aus Willmering war die nordische Architektursprache des Bader Hotels. So wird die überdachte Hotelterrasse in eine großflächige Präriestaudenpflanzung im "New German-Style" eingebettet werden. Von dort kann der Gast auf natürlichen Wegen barfuß durch den Garten wandeln.

Beeren aus eigenem Anbau: Für die Produktion der hauseigenen Bader-Marmeladen werden rund 280 Fruchtgehölze in den Garten integriert. Darunter Sorten wie großfruchtiger Holunder, die antioxydantienreiche skandinavische Apfelbeere, essbare Vogelbeeren, Haselnusssträucher, Johannis- und Jostabeeren sowie die alte und seltene Kulturfrucht Speierling. Daneben erwartet die Gäste eine Erdbeer- und Aroniawiese mit rund 300 Pflanzen. 

Frische Kräuter für die Küche finden sich in den Hochbeeten aus bayerischer Kiefer seitlich der Hotelterrasse. Als Sichtschutzpflanzen für die Gartengrenzen wurden nordische Kiefern und Zirben sowie immergrüne Eiben und Rainweiden gewählt, raumbildend wirken Hainbuchen, Feldahorn und Liguster. Mit der Pflanzung von Vogel- und Insektennährgehölzen wie der Kornelkirsche legt das Bader Hotel besonderen Wert auf die Unterstützung der lokalen Fauna. Eigene Bienenstöcke sind als weiterer Schritt geplant.

Die in Form einer liegenden Acht angelegte Rasenfläche eignet sich zum Entspannen genauso wie für Tagungen und Feiern im Grünen. Bequeme Liegen und eine Granitstein-Sitzwand ergänzen das Konzept des Gartens als Ruhe-Oase.

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  • Standort

    Heimstettener Straße 12
    85599 Parsdorf bei München
    Kartenansicht

  • Bauherr

    Monika Hobmeier

  • Fertigstellung

    2015

  • Baumaßnahme

    Neubau

  • Bauweise

    Holz

  • Energiekonzept

    Dachbegrünung als Dämmschicht

    Speicherung des Regenwassers zur Kühlung

    Wärmepumpe und Klimadecke

  • Kennzahlen

    50 Zimmer mit 23 m²

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