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Das Hauptelement des Entwurfes von COOP HIMMELB(L)AU bildet eine große, durchlässige Halle mit skulpturartigem Dach und einem Doppelkegel, der aus der Relation zu dem bereits bestehenden Zentralgebäude entsteht. Die Halle ist ein Marktplatz für differenzierte und immer wechselnde Nutzungsarten und außerdem ein unverwechselbares Zeichen der BMW Gruppe. Die Innentopographie lässt verschiedenartige Raumdichten und fließende Raumteilungen entstehen. Das Kernstück aller Gebäude bildet die "Premiere"-Fahrzeugauslieferungszone. Darüber schweben die Kundenlounges, die einen Ausblick auf den Eventraum und die BMW Zentrale gewähren.

Gebäudebeschreibung

Die Dachkonstruktion besteht in ihrem Grundsystem aus einer oberen und einer unteren Trägerrostlage mit einem Grundraster von 5,0 m x 5,0 m. Die obere Lage ist kissenförmig nach oben verformt. Die untere Lage erhält ihre Verformung durch simulierte Reaktionen auf die darunterliegenden Bereiche. Durch dazwischen eingefügte Raumstäbe werden die zwei Rasterlagen zu einem räumlichen Tragwerk gekoppelt.

Die Fassade ist ein modifiziertes Pfosten-Riegel-System. Durch einen Knick in dem Pfosten auf +7,50 m und bei größerer Höhe einer weiteren Absprießung auf +15,00 m werden die freien Spannweiten so reduziert, dass im Verhältnis zur Fassadenhöhe geringe Pfostenquerschnitte ausreichend sind. Ein weiterer Vorteil des Knickes besteht darin, dass Vertikalverformungen des Daches durch elastische Biegeverformungen der Pfosten aufgenommen werden können. Bewegungsfugen am Dach können so entfallen. Die Verglasung ist direkt auf die Riegel geklemmt und in den Stoßfugen geklebt.

Technische Anlagen

Die gläsernen Hüllflächen mit durchgängig geringen Wärmedurchgangskoeffizienten führen dazu, dass einerseits die Ansprüche der Wärmeschutzverordnung eingehalten werden und andererseits thermisch behagliche Oberflächentemperaturen entstehen. Boden- und teilweise Wandstrukturen erhöhen die Speicherfähigkeit, wobei das Gebäude sehr große Innenzonen besitzt, die nur eine äußere Belastung (tiefe Temperaturen, Sonneneinstrahlung) von oben erfahren. Thermische Aufwärtsströmungen wie auch Warmluftpolster werden größtenteils im Schichtenbereich des Daches direkt nach außen abgeführt und belasten somit nicht die darunter liegenden Nutzflächen.

Das Gebäude ist so konzipiert, dass es über seine großen Wandflächen und z.T. Dachrandflächen direkt belüftet wird. Die nach Westen orientierten, großen Wandelemente lassen sich bei Außentemperaturen oberhalb +5 °C bis in den Sommer hinein (Außentemperaturen ca. +25 °C) sinnvoll öffnen, wobei bei tieferen Temperaturen eine gezielte Teillüftung erfolgt, bei Außentemperaturen über +20 °C Glasflächen großflächig geöffnet werden, um den Innenraum zum Außenraum zu machen. In dieser Zeit entstehen im Gebäude bei natürlicher Lüftung quellluftähnliche Strömungen, die durch die inneren Wärmequellen erwärmt werden. Hierdurch entsteht ein thermischer Durchlüftungseffekt von unten nach oben. Lediglich im tiefen Winter (Außentemperaturen unter +5° C) sowie zu sehr heißen Jahreszeiten sollte das Gebäude weitestgehend geschlossen bleiben, um thermische Unverträglichkeiten oder zu hohe Wärmeeinträge bzw. -verluste zu vermeiden. Die Solarenergie wird passiv genutzt, d.h. durch das Dach und die Fassade kann gezielt Solarenergie eingetragen werden, um an der Beheizung des Gebäudes mitzuwirken.

Die äußeren Begrünungen zum Olympiapark- insbesondere im Bereich der natürlichen Lüftungselemente - führen zu Staubbindungen und z.T. zu adiabaten Kühleffekten. Hierdurch tritt eine Entlastung für das Gebäude auf, zudem erhöht die Einbeziehung des äußeren Grüns in das Betreiben des Gebäudes die Akzeptanz der späteren Nutzer.

  • Standort

    Am Olympiapark 1
    80992 München
    Kartenansicht

  • Bauherr

    BMW AG, München, Deutschland

  • Baubeginn

    2005

  • Fertigstellung

    2007

  • Baukosten

    über 100 Mio Euro

  • Baumaßnahme

    Neubau

  • Bauweise

    Stahl

  • Energiekonzept

    Textile Sonnenschutzsysteme

  • Kennzahlen

    Grundstücksfläche 25.000 m²
    Bruttogeschossfläche ca. 73.000 m² (ohne Rampen)
    Max. Gebäudelänge ca. 180 m
    Max. Gebäudebreite ca. 130 m
    Max. Gebäudehöhe ca. 24 m
    Stahlkonstruktion Dach ca. 2.000 Tonnen
    Glas ca. 10.000 m²
    Dachfläche ca. 16.000 m²

    Rohbau:
    Baugrube 14 Meter tief und ca. 15 579 m² Grundfläche
    Beton Bodenplatte Weisse Wanne ca. 19.500 m³
    Beton Außenwand Weisse Wanne ca. 3.200 m³
    Bewehrung Insgesamt 8.500 Tonnen
    Beton Insgesamt ca. 55.000 m³ (entspricht einer Fahrtenzahl von 6100 Betonmischfahrzeugen.)

  • Andere Fakten

    Wettbewerb (1. Preis) 2001

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