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Sammlung Goetz

Herzog & de Meuron

Architekt

Herzog & de Meuron

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Das Museum für eine private Kunst-Sammlung aus den 1960er-Jahren wirkt wie ein Solitär, der sich in den dichten Bestand von Birken und Nadelbäumen selbstverständlich einfügt und doch fremd bleibt. Die Bauvorschriften für die Wohngegend begrenzten Höhe und Grundfläche des Gebäudes, sodass der geforderte Ausstellungsraum nur durch ein Kellergeschoss erzielt werden konnte. Das Büro Herzog & de Meuron machte diese Begrenzung zur Grundlage seines Entwurfs.

Die Architekten verzichteten auf die traditionelle Lösung, das Untergeschoss für Videokunst und Zeichnungen zu verwenden. Auf beiden Ausstellungsetagen sollte eine gleichwertige Raumqualität geschaffen werden: Die konventionelle Hierarchie der Räume ist umgekehrt. Versuche mit klassischem Oberlicht wurden, wie frühe Skizzen zeigen, bald fallen gelassen. Der große Ausstellungssaal, das Zentrum eines Hauses, wurde in den Keller verlegt. Im oberen Stockwerk befinden sich drei kleinere Ausstellungsräume. Das gleichmäßige, blendfreie Tageslicht, das durch hohe Fensterbänder aus mattem Glas fällt, sorgt dafür, dass die bis zu 5,50 m hohen Räume mit den ungestrichenen Putzwänden verschwimmen.

  • Standort

    Oberföhringer Straße 103
    81925 München
    Kartenansicht

  • Fertigstellung

    1992

  • Baumaßnahme

    Neubau

  • Bauweise

    Stahlbeton

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