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Die "Schaustelle" der Pinakothek der Moderne

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"Die SCHAUSTELLE basiert auf einem räumlichen Konzept, das im unteren Bereich einen geschlossenen flexiblen Raum anbietet, und darüber in einem offenen Raumgerüst unterschiedlichste sich abwechselnde Interventionen, Installationen und Veranstaltungen ermöglicht, mit Referenzen zur Neuen Nationalgalerie in Berlin, bei dem eine grosse frei bespielbare Ausstellungshalle auf einem Sockelgeschoss mit geschlossenem Charakter sitzt, oder zum Konzept des Fun Palace von Cedric Price, einem Gebäude, das als Kulturmaschine ständig in Veränderung war. Diese Idee wurde zum ersten Mal für einen Entwurf einer temporären Kunsthalle in Berlin umgesetzt. Für München haben wir diese Konzeption weiterentwickelt.

Die SCHAUSTELLE ist weitgehend mit Bauteilen realisiert, die für Baustellen entwickelt wurden. Die Bauteile werden für ein paar Monate aus ihrem normalen Anwendungsgebiet herausgenommen und danach wieder in diesen Zyklus zurückgeführt. Uns war ein respektvoller nachhaltiger Umgang mit den notwendigen Mitteln für diesen temporären Bau wichtig. Die Schaustelle löst sich also am Ende wieder auf."

(Architekt Jürgen Mayer H., hier geht es zum ausführlichen Interview)

Die Pinakothek der Moderne wurde von Februar bis September 2013 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Diese vorübergehende Schließung wurde jedoch als Chance begriffen: In dem temporären Ausstellungsbau "Schaustelle" veranstalteten die vier Sammlungen der Pinakothek der Moderne auf Initiative der Stiftung Pinakothek der Moderne eine temporäre Plattform für Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Performances, Film, Video und mehr.

  • Standort

    Türkenstraße 15
    80333 München
    Kartenansicht

  • Bauherr

    Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

  • Baubeginn

    2013

  • Fertigstellung

    2013

  • Baumaßnahme

    Temporärer Bau

  • Bauweise

    Stahl, Leichtbau

  • Energiekonzept

    Die Baumaterialien sind zum größten Teil wieder verwendbar und werden nach Abbau der SCHAUSTELLE wieder in den Baukreislauf rückgeführt.

  • Kennzahlen

    Gesamtlänge 39,50 m Gesamtbreite 15,50 m

    Innenraum
    Fläche: 265,55 m²
    Länge 28,34 m
    Breite 9,37 m
    Bis maximal 531 Personen

    Plattform 1. OG
    Höhe: auf +6m
    Fläche: 148 m²
    Bis maximal 199 Personen

    Plattform 2. OG
    Höhe: auf +17 m
    Fläche: 79 m²
    Bis maximal 35 Personen

  • Andere Fakten

    Stahlrohrgerüst

    Außenfassade, transluzide Polycarbonat-Platten

    Fertigcontainer aus Stahl für Toiletten, Technik, Catering und Lager

    Bodenplatte aus Stahlbeton, Stärke 30cm

    erdgeschossige Halle als Stahlskelettbau, außen mit gedämmten Fertigpaneelen und innen mit Gipskarton zweilagig beplankt

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