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Die guten 50er

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Eine Treppenhaus-Sanierung ist vermutlich einer der unsexiesten Jobs, die man als Innenarchitekt macht. Aber gleichzeitig auch einer der sinnvollsten! Denn alle Bewohner eines Hauses haben davon täglich einen unübersehbaren Mehrwert.

Die Gebäude der drei Treppenhäuser sind echte Nachkriegsgemäuer mit dem typischen 50er Jahre-Standard. Dazu gehören feuchte Bodenplatten genauso, wie bewehrte Solnhofner Naturstein- und Jura-Beläge, die zum Entsorgen schlichtweg zu schade sind. Nach 60 Jahren Nutzungszeit wurden diese Böden und Treppen ausgebessert und überschliffen – das nennt sich echte Nachhaltigkeit.

Im Erdgeschoss und im Keller wurde der Belag aufgrund der Feuchteschäden formatgleich mit Fliesenimitaten ergänzt. Das Farbkonzept spielt mit dem Hell-Dunkel-Kontrast, den der Lichteinfall der Fenster bringt. Ein olivgrünes Farbband läuft die Untersichten der Treppen die Geschosse hoch. Die moderne LED- Wandbeleuchtung unterstützt das Farbspiel.

Die Türlaibungen der Wohnungstüren wurden mit Eichenrahmen überbaut und die Bestandstüren passend zur Akzentfarbe lackiert. Ersetzt wurden die Kunststoff-Fenster in Eiche-Alu-Fenster sowie alle Haustüren, ebenfalls in Eiche. Die kreuzförmigen Lüftungsöffnungen standen Pate für die Haustürgriffe und Verziehrungen der Geschossdecken. Völlig unaufdringlich erhalten die guten alten 50er Jahre ein Facelift, das den Charakter der Treppenhäuser neu belebt. Die Baumaßnahme ist eine ganz leise aber hochwertig.

Auf dass die nächsten Jahrzehnte weiterhin gut gewohnt werden kann!

  • Standort

    München

  • Bauherr

    Privat

  • Fertigstellung

    2017

  • Baumaßnahme

    Sanierung | Revitalisierung

  • Bauweise

    Massivbau

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