Baukultur und Bewusstheit
by Regine Geibel
2004-2026 22

Creative Workspace

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Im denkmalgeschützten Bestand entstand ein Creative Workspace, der die vorhandene Substanz bewahrt und zeitgenössisch weiterdenkt. Ziel des Entwurfs war es, die historische Qualität des Ortes nicht nur zu erhalten, sondern sie durch neue Nutzungen und eine klare gestalterische Haltung in die Gegenwart zu überführen.

Zentraler Bestandteil des Projekts ist der historische Saal, dessen räumliche Wirkung bewusst unangetastet blieb. Er wurde behutsam transformiert und als multifunktionaler Arbeits-, Austausch- und Veranstaltungsraum neu interpretiert. Ergänzend dazu entstanden Nebenräume wie Archiv, Bibliothek, Küche und Ausstellungsdepot, die funktional klar gegliedert sind und den Saal programmatisch erweitern.

Gestalterisch grenzen sich diese Nebenräume bewusst vom Saal ab. Während dessen der Charakter durch Proportion, Bestand und Atmosphäre geprägt bleibt, setzen die angrenzenden Bereiche auf zeitgenössische Materialien wie Edelstahl, Holz und Naturtapeten. Diese klare Differenzierung erzeugt spannungsvolle Kontraste und stärkt zugleich die Identität der einzelnen Räume.

Nachhaltigkeit wurde als integraler Bestandteil des Entwurfs verstanden. Der Erhalt und die Weiterverwendung der vorhandenen Bausubstanz, der Einsatz langlebiger Materialien sowie eine reduzierte, materialbewusste Gestaltung prägen das Projekt. Lichtführung, Möblierung und Materialität wurden präzise aufeinander abgestimmt, sodass ein Ort entstand, der Kreativität, Kommunikation und Repräsentation gleichermaßen unterstützt.

Der Creative Workspace versteht Denkmalschutz nicht als Einschränkung, sondern als Ressource – und übersetzt Geschichte in eine zeitgemäße, flexible Arbeitswelt.

  • Auszeichnungen

    Nominierung DIAP 2026

  • Fertigstellung

    2025

  • Baumaßnahme

    Sanierung | Revitalisierung