Baukultur und Bewusstheit
by Regine Geibel
2004-2026 22

Sportpark Ost – Regensburg

Architektur

Behnisch Architekturbüro

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Mit dem Neubau des Sportparks Ost in Regensburg realisierten wir ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges Zentrum für Schwimm- und Leichtathletiksport. Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne entstanden zwei eigenständige, architektonisch differenzierte Baukörper, eine Leichtathletikhalle und ein Hallenbad, verbunden durch ein zentrales, lichtdurchflutetes Foyer.

Der Entwurf verbindet funktionale Klarheit mit nachhaltiger Bauweise und sensibler Einbindung in das Quartier. Synergien zwischen den Nutzungen, barrierefreie Erschließung, ein großzügiger Vorplatz sowie eine integrierte Sportlersauna stärken die Attraktivität der Anlage für Sportler*innen und Besucher*innen gleichermaßen.

Die Architektur setzt auf nachhaltige Materialien, hocheffiziente Technik und erneuerbare Energien. Ein zukunftsorientiertes Nutzungskonzept macht den Sportpark zu einem Ort der Bewegung, Begegnung und urbanen Integration.

  • Auszeichnungen

    Energieeffizienz, Klimaanpassung & Barrierefreiheit Anerkennung (2025), Bayerische Architektenkammer

  • Standort

    Zeißstraße 61
    93053 Regensburg
    Kartenansicht (Google Maps)

  • Bauherr

    Stadtwerk Regensburg.Bäder und Arenen GmbH

  • Fertigstellung

    2025

  • Baumaßnahme

    Neubau

  • Bauweise

    Stahlbeton, Holz, Stahl

  • Energiestandard

    Niedrigenergiehaus

  • Energiekonzept

    Hochgedämmte Gebäudehülle, effiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung, natürliche Belüftung der Leichtathletikhalle sowie Solarthermie, Photovoltaik & Wärmespeicher sichern einen energiearmen Betrieb. Innovativer Einsatz von Solarthermie: Bei der Wärmeversorgung wird ca. 45% des Jahreswärmeverbrauchs des Sportparks Ost mittels Solarthermie erzeugt. Dafür wurden große Teile der Parkflächen überdeckt. Die restliche Jahreswärmemenge wird mit einem Hackschnitzelheizkessel mit einer Leistung von 800 kW erzeugt. Ein, im Freien angeordneter Wärmespeicher mit 500 m³ Nutzinhalt kann bis zu eine Woche lang die komplette Wärmeversorgung mit einer maximalen Leistung von ca. 1700 kW sicherstellen. Neben einem ohnehin schon hohen Wirkungsgrad des Hackschnitzelheizkessels von 92% trägt die eingehaltene maximale Rücklauftemperatur von 35 °C dazu bei, dass das Abgas des Hackschnitzelheizkessels noch weiter abgekühlt und das feuchte Abgas kondensieren kann. Damit steigt die Effizienz um weitere 7%. Zuletzt werden auch noch sämtliche Abwärmen des Kessels in der Heizzentrale mittels einer, in der Heizzentrale installierten Deckenkühlung genutzt, was die Energieeffizienz nochmals um weitere 2% erhöht.

  • Kennzahlen

    BGF: 14.234 m²
    NUF: 13.076 m²
    BRI: 118.465 m³
    Wasserfläche: 630 m²
    Wettbewerb: 2019, 1. Preis

  • Andere Fakten

    Nachhaltigkeit / Zirkuläre Wertschöpfung
    Der Sportpark Ost verfolgt eine konsequent ressourcenschonende und zirkuläre Bauweise auf Bauteil- und Gebäudeebene. Die Konstruktionen sind durch einen hohen Vorfertigungsgrad, klare Trennung der Materialien und langlebige, wartungsarme Bauteile gekennzeichnet. Tragwerke aus Stahl und Holz ermöglichen sortenreinen Rückbau und Wiederverwertung. Ein wesentlicher Bestandteil der zirkulären Strategie ist der Einsatz von Recyclingbeton, der vollständig aus dem Rückbau der benachbarten Gebäude der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne gewonnen wurde und regionale Materialkreisläufe schließt. Die Fassaden bestehen aus vorgefertigten Holzständerelementen mit hoher Materialeffizienz. Flexible Grundrissstrukturen und gemeinsam genutzte Funktionsbereiche ermöglichen eine langfristige Anpassbarkeit an sich ändernde Nutzungsanforderungen und tragen zur Verlängerung der Lebensdauer des Gebäudes bei. Das Projekt folgt einer klaren Kreislaufstrategie auf Material- und Bauteilebene. Tragwerke aus Stahl und Holz sind sortenrein konstruiert und ermöglichen Rückbau sowie Wieder- oder Weiterverwendung. Der Einsatz von Recyclingbeton aus dem Rückbau der benachbarten Gebäude der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne schließt regionale mineralische Stoffkreisläufe. Holztragwerke und Holzständerfassaden nutzen nachwachsende Rohstoffe und reduzieren den Primärenergieeinsatz. Der hohe Vorfertigungsgrad minimiert Verschnitt und erleichtert spätere Demontage. Konstruktionen sind langlebig, wartungsarm und materialeffizient ausgeführt. Die Kombination aus regionalen Baustoffen, recyclingfähigen Materialien und klarer Trennung der Bauteile unterstützt eine ressourcenschonende, zukunftsfähige Nutzung über den gesamten Lebenszyklus.