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Quartier Haidhausen

wwa wöhr heugenhauser architekten

Architekt

wwa wöhr heugenhauser architekten

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Im Quartier Haidhausen, einer Büroimmobilie der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe in München-Haidhausen war in rund 13.000 m² Bürofläche jahrelang der gleiche Großmieter ansässig. Nach dem Auszug des Mieters aus dem 1976 erbauten Objekt entschied man sich 2004 für eine Revitalisierung in kleinem Umfang. Die Umnutzung zu Wohnungen sowie ein Neubau schieden aus verschiedenen Gründen aus.

Bessere Erschließung und Adressbildung

Neben einer kompletten Modernisierung des Innenausbaus wurde das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Funktionalität gelegt. Heißt: zusätzliche Treppenhäuser, um eine Etage von vorher drei großen auch fünf kleine Mieteinheiten aufzuteilen, eine bessere Erschließung der Büroeinheiten durch einen kleinen Anbau, Aufwertung der vorhandenen Eingänge zur besseren Adressbildung für den Mieter. Viele Mieter haben Kundenverkehr und wollen entsprechend gefunden werden. Auf eine kostenintensive Fassadensanierung dagegen wurde verzichtet. Ein solches Refurbishment vereint Neubauqualität mit den Vorzügen eines etablierten, gewachsenen Standorts: die Lage ist ruhig aber dennoch zentral und wird ergänzt von einer vielfältigen Infrastruktur.
Die Revitalisierung in kleinem Umfang verwandelte das Objekt mit verhältnismäßig wenig finanziellen Mitteln. Das Konzept wurde vom Markt angenommen. Ein Jahr nach dem Abschluss der Arbeiten war das Quartier Haidhausen bis auf Restflächen wieder voll vermietet.

Immobilienpreis "Jung, schön und noch zu haben" 2007

Das Objekt besticht durch seine klaren Grundrisse und seine Funktionalität im Innenausbau. Die Verwendung heller, freundlicher Materialien, die Transparenz und Helligkeit der Eingangsräume schaffen einen freundlichen Willkommenseindruck. Die schnelle Orientierung im Innern des langgestreckten Baukörpers durch zusätzliche Treppenhäuser wird positiv bewertet.

Anerkannt werden das Beibehalten der klaren Gebäudestruktur und der unterschiedlichen Außenfassaden der zwei Baukörper aus den 70-er Jahren als ein Dokument der damaligen Architektur und der Verzicht auf eine aufwendige Fassadensanierung. Der zusätzliche Außenanbau zur besseren Erschließung der Büros ist behutsam eingefügt und stört nicht den Gesamteindruck. Vorbildlich gelöst ist die schnelle Auffindbarkeit der Gebäudeeingänge durch die überdimensionalen, farbigen Hausnummern direkt über den Eingängen. Sie ermöglichen ebenfalls bei Dunkelheit eine gute Orientierung.

Alles in allem ein gelungenes Beispiel für eine zurückhaltende Sanierung und für ein „weniger ist oft mehr".

"Anerkannt werden das Beibehalten der klaren Gebäudestruktur und der unterschiedlichen Außenfassaden der zwei Baukörper[...] Vorbildlich gelöst ist die schnelle Auffindbarkeit der Gebäudeeingänge durch die überdimensionalen, farbigen Hausnummern [...]"

  • Auszeichnungen

    Immobilienpreis "Jung, schön und noch zu haben" 2007

  • Standort

    Rablstraße 24-26
    81669 München
    Kartenansicht

  • Baumaßnahme

    Sanierung | Revitalisierung

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