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Passivholzhaus im Herzen Münchens

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Natürlich leben: das Wohnen von morgen.

Eine Nachverdichtung mit Innenhofsituation und die damit verbundene Enge auf der Baustelle sowie der Wunsch nach einer möglichst kurzen Bauzeit, damit die Bewohner der anliegenden Gebäude nicht über Gebühr durch Lärm und Staub belästigt werden, haben das Projekt in der Mainzer Straße für den Einsatz von vorgefertigten Massivholzelementen einschließlich Dämmung und Fassade prädestiniert.

In nur acht Monaten Bauzeit ist das erste innerstädtische Passivholzhaus Deutschlands entstanden. Schon in der Planungsphase waren sich der Bauherr GBW und der Architekt Michael Ziller einig, dass nur die Verwendung von heimischen Hölzern in Frage kommt und eine Solarthermieanlage auf dem Dach des Hauses das ökologische Konzept abrunden soll.

Bodentiefe Fenster, zwei Dachterrassen und unbehandeltes Nadelholz prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes mit zehn Wohneinheiten. Die Wohnräume sind konsequent nach Süden orientiert und größtenteils mit Fenstern übereck versehen. So werden die Räume von Tageslicht durchflutet und eine passive Wärmegewinnung im Winter ist garantiert.

Den Innenhof betritt man durch ein Metalltor, vorbei an der Außenanlage mit den Hochbeeten, dem Kinderspielbereich und den Stellplätzen für Fahrräder.

Nachhaltigkeit

Die Wandelemente in Holzständerbauweise wurden in der Ambros-Werkshalle in Hopferau vorgefertigt. In der Halle kann exakter gearbeitet werden, und diese Genauigkeit wirke sich äußerst positiv auf die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle aus. Die ist bekanntlich von größter Bedeutung für das Gelingen eines energieoptimierten Gebäudes.

Eine gut wärmedämmende Hülle stellt den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz sicher. Große Fensterflächen auf der Südseite garantieren passive Wärmegewinne in der Übergangszeit und im Winter. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für gute Luft bei möglichst wenig Wärmeverlust. Die Wohnräume, Bäder und Küchen werden mittels Fußbodenheizung beheizt, die Bäder erhalten zusätzlich einen Handtuchheizkörper. Die Heizungsunterstation im Neubau wird durch eine Nahwärmeleitung von der Wärmezentrale im Bestandsgebäude in der Mainzer Straße versorgt. Auf dem Flachdach des Anbaus am Bestandsgebäude wird eine 15-Quadratmeter-Solarthermieanlage zur Unterstützung der Brauchwarmwasserbereitung installiert.

Hier zum Interview mit dem Architekten

  • Standort

    Rheinstraße 14
    80803 München
    Kartenansicht

  • Bauherr

    GBW Gruppe, vertreten durch GBW Management GmbH

  • Fertigstellung

    2014

  • Baumaßnahme

    Neubau

  • Bauweise

    Holz, Vorfertigung

  • Energiestandard

    Passivhaus

  • Kennzahlen

    BGF 1.250 m2
    Wohnfläche 983 m2
    BRI 3.761 m3
    10 Wohneinheiten
    20 Tiefgaragenstellplätze

  • Andere Fakten

    Fotografie: Simon Katzer, Fotodesign

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