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09. November 2017

Wie kann qualitätsvolle urbane Dichte aussehen? Wie gelingt die Balance zwischen hoher Dichte und Freiraum? Einige Lösungsansätze wurden auf dem Zweiten Zukunftskongress zur langfristigen Siedlungsentwicklung vorgestellt.

„Mut" wünschte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter für die Diskussionen auf dem Zweiten Zukunftskongress zur langfristigen Siedlungsentwicklung am 8. November, Mut vor allem aber für die konkrete Umsetzung von neuen Impulsen für die weitere Stadtentwicklung Münchens unter dem Vorzeichen des Wachstums.

Auf dem Kongress stellten Expertinnen und Experten vor 750 Gästen Erfolgsmodelle für qualitätsvolle und urbane Dichte aus München und anderen Städten vor und tauschten in Podiumsdiskussionen Standpunkte aus. Vertretern der Wohnungswirtschaft, der Genossenschaften, aus der Politik, Forschung, Verwaltung und von verschiedenen Interessensvertretungen debattierten anhand nationaler und internationaler Beispiele über Umsetzungsmöglichkeiten der drei Strategien der langfristigen Siedlungsentwicklung: Verdichtung, Umstrukturierung und Erweiterung.

Fünf Jahre nach dem ersten Zukunftskongress zu den Grundlagen der langfristigen Siedlungsentwicklung im Jahr 2012 bildeten Praxis und bereits gebaute Projekte den Schwerpunkt der Veranstaltung. Die nun vorgestellten Lösungsansätze für Städtebau, für Freiflächen und Öffentlichen Raum, die Mobilität der Zukunft, regionale Kooperationsmodelle und für die gerade in München besonders drängende Herausforderung der Schaffung bezahlbaren Wohnraums wurden dadurch konkret und greifbar. Während durchaus kontroverse Perspektiven geäußert wurden, bestand Einigkeit darüber, dass urbane und gemischte Stadtstrukturen und nicht lediglich Siedlungsflächen gebaut werden sollen. Zugleich benötigt die Landeshauptstadt eine Vertiefung der Konzepte für eine Balance zwischen städtischen Räumen, die durch hohe Dichten noch attraktiver werden, und anderen Räumen, deren Freiraumqualitäten gesichert und die entlastet werden sollen.

Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk betonte, dass diese Handlungsfelder des Wachstums nicht von Stadtplanung und Architektur alleine beantwortet werden können, sondern Potenziale für eine gesamtgesellschaftliche Lösung mobilisiert werden müssen. Die Stadtbaurätin schlug hierzu einen „Wachstumsvertrag" vor, der die beteiligten Akteure zusammenbringen und eine gemeinsame Basis für die strategische Bewältigung der Aufgaben in der wachsenden Stadt München bilden soll.

Die Ausstellung zur langfristigen Siedlungsentwicklung, die bei dem Kongress gezeigt wurde, ist ab sofort bis zum 12. Dezember im PlanTreff an der Blumenstraße 31 zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Begleitend zum Kongress ist ein 64 Seiten starkes Magazin erschienen, das kostenlos im PlanTreff ausliegt und zum Download bereitsteht. Es enthält Hintergründe, Zahlen und Interviews zur langfristigen Siedlungsentwicklung.

Ein Beitrag von

Gabriela Beck

Als ausgebildete Architektin (ETH Zürich & TU München) schreibe ich seit 2000 über Architektur, Städtebau und Design. Als Journalistin interessiere ich mich insbesondere für Hotelbau, die Infrastruktur von Megacities und wie gebaute Umwelt die Gesellschaft beeinflusst.

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