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Chill out im Alpin-Boho-Style

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Wenn ein Wiener Architekt eine Hotelierin trifft... Gemeinsam haben Evelyn & Ike Ikrath das Miramonte aus den 60er Jahren mit Blick auf die elegante Belle Époque-Stadt Bad Gastein neu gestaltet. Das Ergebnis: Ein Designhotel mit Persönlichkeit - und damit schon fast ein Widerspruch in sich.

Ike Ikrath sieht aus, wie man sich einen Architekten vorstellt: schwarze Kleidung, Rollkragen, kantige Hornbrille, weiße Haare. Das Miramonte, sein "Hotel-in-Progress" wie er es nennt, sieht allerdings ganz und gar nicht aus, wie man sich gemeinhin ein Designhotel vorstellt: die Einrichtung auf Hochglanzmagazin getrimmt, alles in Reih und Glied, nirgends etwas dem Zufall überlassen, oft minimalistisch, selten bequem und fast nie gemütlich.

Wer jedoch in Bad Gastein Winterurlaub macht, will meist genau das: ein kuscheliges Alpennest. Ein warmes Kaminfeuer, Zirbenholz, tiefe Lesesessel, Schaffelle auf dem Boden und Kissen auf den Stühlen. Oder etwa nicht? Die Umsetzung kann peinlich sein - oder eigenwillig gekonnt, wie im Fall des Miramonte. 

Viele Interior-Details stammen noch original aus den 60er Jahren und wurden liebevooll aufgearbeitet: die Türen im Erdgeschoss ebenso wie das Treppengeländer, der Mosaikboden vor der Rezeption, die Heizkörperverkleidungen im Frühstücksraum.

Dort lädt ein langer Holztisch zum geselligen Beisammensein, ob morgens oder abends, ob man sich nun kennt oder nicht. Wer lieber für sich bleiben will, setzt sich an einen der Zweiertische zum romantischen Tete-a-tete bei Kerzenschein. In der Bar, die wie ein großes Wohnzimmer wirkt, sind die Original-Sechziger-Jahre-Sessel mit grauem Filz bezogen. Und in der moosgrün gestrichenen Bibliothek stellt Ike Ikrath seinen Gästen seine persönliche Buchsammlung zum Schmökern zur Verfügung - vom Holzbau-Atlas über den Mountain Interior-Bildband bis hin zu Tim & Struppi-Comics, dazu Neutra, Palladio, Aalto, Coop Himmelb(l)au... Perfekt für Schlechtwettertage!

Pluspunkte: Frühstück mit Wiesensaft, veganen Brotaufstrichen, Alpenbutter und hausgemachter Marmelade bis 11:30 Uhr. Panoramaterrasse mit Kuscheldecken und Feuerschale. Zimmer mit Balkon und Hängematte. Skishuttle.

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