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Entree zum Werksviertel

Auf dem Gelände der Optimol-Ölwerke realisiert WÖHR + BAUER gemeinsam mit der Eigentümerfamilie Maltz ein Geschäfts- und Bürohaus, das nach den Plänen von Nieto Sobejano Arquitectos (Madrid/Berlin) mit innovativer Ästhetik ein künftiges Entrée zum Werksviertel bildet. An der Friedenstraße 10, einem prominenten Standort direkt am Ostbahnhof, soll 2022 eine Immobilie eröffnet werden, die den hohen Ansprüchen moderner Arbeitswelten gerecht wird und den zentralen Quartiersplatz des Werksviertels fasst sowie um einen großen Innenhof erweitert.

"Wir freuen uns, ein außergewöhnliches Gebäude zu realisieren, das der besonderen Geschichte dieses Standorts entspricht", erklärt WÖHR + BAUER Geschäftsführer Wolfgang Roeck mit besonderer Würdigung der Innovationen, die auf diesem Areal ihren Ausgang hatten. "Die Optimol-Ölwerke sind in Fachkreisen weltweit für Erfindergeist und technische Innovationskraft bekannt", hebt Roeck die Leistungen der Unternehmerfamilie Maltz anlässlich der Präsentation des geplanten Bauwerks hervor. "Wir möchten mit dem urbanen Geschäftshaus den Grundstein für die nächsten Generationen erfolgreicher Unternehmen legen."

Mit der Entscheidung für eine visionäre Formgebung wird man der Geschichte des Standortes gerecht. Der Entwurf der international renommierten Architekten Fuensanta Nieto, Enrique Sobejano und Johannes Hanf begeisterte die Eigentümer und wird voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2019 umgesetzt. Neben einer besonderen Fassade hat Nieto Sobejano Arquitectos die Projektpartner auch mit seinem städtebaulichen Konzept überzeugt, das mit einem offenen Innenhof den zentralen Platz des Werksviertels Richtung Westen aufweitet – genauso wie es das Optimol-Gelände einst tat.

Der Entwurf ist ein Bekenntnis zur identitätsstiftenden Architektur. In München wurde in den vergangen Wochen über den angeblichen „Einheitsbrei" im Münchner Städtebau diskutiert. Dabei haben Teile von Politik und Zivilgesellschaft von den Bauherren mehr Mut und Kreativität eingefordert. Die von den beiden Projektpartnern WÖHR + BAUER und Familie Maltz im Werksviertel präsentierte Architektur setzt hierfür ein Zeichen. Die Architektur wird hier zeigen, wie Historie und Zukunft eines Standortes architektonisch eingefangen werden können und ein Gebäude mit unverwechselbarer Identität schaffen.

Das neue Gebäude von WÖHR + BAUER und der Familie Maltz ist das Ergebnis einer Architektur von stark skulpturalem Ausdruck mit einer funktionalen und technischen Rationalität. Es wird bereits von den Bahnsteigen des Ostbanhofes aus deutlich sichtbar sein und gleichzeitig eine starke Rolle innerhalb des Werksviertels einnehmen.

Die historische Bedeutung der Optimol-Ölwerke wird von den Architekten gestalterisch aufgegriffen. Unter anderem wird mit den fließenden Formen des Gebäudes, der fluide Stoff gewürdigt, der zu dem globalen wirtschaftlichen Erfolg des Schmierstoff-Spezialisten führte. Mit dem Zitat aus der Vergangenheit wird zugleich der Anspruch artikuliert, auch in Zukunft Firmen anzusiedeln, die hier ihre Leistungen und Entwicklungen weit über München hinaus erbringen.

Im April soll das Projekt in der Stadtgestaltungskommission vorgestellt werden.

Ausstellung
Freitag, 9. März bis Freitag, 16. März 2017

Optimolwerke, Friedenstraße 10

Montag bis Freitag: 12.00 bis 13.30 Uhr und 17.00 bis 20.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 11.00 bis 17.00 Uhr