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Auszeichnung Guter Bauten in Franken 2012

Auszeichnung Guter Bauten in Franken 2012
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12. September 2012

Das verflixte siebente Mal: Der Titel des von Billy Wilder 1955 gedrehtem Film „Das verflixte siebente Jahr“ wurde zum Synonym für die vermeintlich kritischste Phase einer Beziehung. Das trifft auf die von den BDA Kreisverbänden Unter-, Mittel- und Oberfranken zum siebten Mal ausgelobte „Auszeichnung Guter Bauten in Franken“ nicht zu...

Im Gegenteil: Mit 93 Einreichungen war die Beteiligung höher denn je, und auch die Bandbreite und die Qualität der Arbeiten waren beeindruckend. Das Spektrum reichte von der „minimal invasiven“ Sanierung über die Neu- und Nachnutzung brachgefallener Industriedenkmäler, von Büro- und Verwaltungsgebäuden bis hin zu Sakralbauten und städtebaulichen Eingriffen. Von Krise also weit und breit keine Spur.

Unter den zahlreich vertretenen klassischen Bauaufgaben ragten aus Sicht des Jury einige „exotische“, zunächst unspektakuläre und auf unterschiedliche Art und Weise „arme“ Projekte heraus, die auf den zweiten Blick mit der Konsequenz und Präzision ihrer Durcharbeitung punkteten, und dies trotz eher enger Budgets: Der „prozessorientierte“ kommunale Logistikbau ebenso wie die denkmalgerechte Sanierung und die der Wohnungsbau für gesellschaftliche Randgruppen – allesamt nicht nur unter funktionalen, sondern auch unter gestalterischen und städtebaulichen Kriterien hervorragend gelöst.

Wie immer bei Preisgerichten führte die Aufgabe, aus den zahlreichen qualitätvollen Architekturen die im Sinne der Auslobung besten auszuwählen, zu einer intensiven und teilweise lebhaften Diskussion – und dazu, dass der ein oder andere persönliche, zur Halbzeit noch in Führung liegende Favorit am Ende des Tages doch nicht ausgezeichnet wurde.

Dessen ungeachtet unterstreichen die Lobenden Erwähnungen, Anerkennungen und Preise, dass Franken auf dem Weg zu einer eigenen architektonischen Identität innerhalb Bayerns ein gutes Stück vorangekommen ist; auch und nicht zuletzt dank der „Auszeichnung Guter Bauten“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Oktober im Neuen Museum in Nürnberg zu sehen und geht anschließend auf Tour durch Nordbayern.

Jochen Paul

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