Zeitgenössische Architektur in Bayern

Treffpunkt Tower

Treffpunkt Tower © Florian Nagler Architekten GmbH, München Treffpunkt Tower © Florian Nagler Architekten GmbH, München

Florian Nagler Architekten München gewinnen Einladungswettbewerb der Stadt Würzburg.

Das Gelände der ehemaligen Leighton-Barracks befindet sich in der Konversion hin zu Würzburgs neuem „Stadtteil Hubland". Die Konversionsfläche ist mit rund 135 Hektar annähernd so groß wie die Würzburger Altstadt innerhalb des Ringparks. In den nächsten zwei Jahrzehnten entsteht ein neuer, lebendiger Stadtteil mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität. Ziel ist es, benachbart zur Würzburger Universität, durchgrünte Quartiere mit unterschiedlichen Wohnformen, Büros und Dienstleistungen, Forschungseinrichtungen, sozialer Infrastruktur, Nahversorgung sowie Sportund Freizeitangeboten zu entwickeln. Insgesamt sollen im Hubland langfristig rund 4.500 Bewohner ihr neues Zuhause finden können.

Auf der Basis der städtebaulichen Rahmenplanung Hubland 2010 soll der bestehende Tower dabei zu einem Kristallisationspunkt im neuen Stadtteil avancieren und dauerhaft öffentlich für soziale, kulturelle und bürgerschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen. Im Rahmen der militärischen Nutzungsphasen wurde der Tower mehrfach überformt, sodass heute die klassische 30er Jahre Architektur des ursprünglichen Gebäudes nur noch in Teilen ablesbar erhalten ist. Das Gebäude des Towers vereint die neue und alte Identität des Standortes. Im Spannungsfeld zwischen dem gewünschten Erhalt bzw. Wiederherstellung der schlichten Eleganz der 20/30er Jahre und der geplanten Aneignung als neues, zentrales und in Teilen auch frei bespielbares Gebäude für den neuen Stadtteil „Hubland" sollte die Architekturgestaltung über den Realisierungswettbewerb geklärt werden.

Wettbewerbsaufgabe:
Ziel ist ein multifunktional bespielbares Gebäude. Gefragt ist eine entsprechende Nutzungsneutralität eines zukunftsfähigen Begegnungs- und Informationszentrums im „Treffpunkt Tower" mit unterschiedlichen Raummodulen. Die Aufteilung des Towers muss entsprechende Nutzungsänderungen und Umschichtungen sowie große Flexibilität in der Zugänglichkeit der einzelnen Raummodule zulassen. Entsprechend der besonderen zentralen Lage und der gewünschten Attraktivität als Anziehungspunkt im Stadtteil wird auch eine Erlebnisqualität verlangt.

Wettbewerbsergebnis:

1. Preis: Florian Nagler Architekten GmbH, München

2. Preis: hofmann keicher ring, Würzburg

3. Preis: GKT Grellmann Kriebel Teichmann, Würzburg