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Europan

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15. Februar 2017

Auslobung | Ideenwettbewerb: Wie lassen sich Wohnen, Produktion, Arbeit und Freizeit in die moderne Stadt integrieren? Gesucht werden beim diesjährigen europäischen Ideenwettbewerb für Architektur und Städtebau EUROPAN Konzepte „wie die produktive Ökonomie als integrativer Bestandteil in die Stadt zurückgeholt und damit eine nachhaltige Entwicklung der Städte durch gemischt genutzte Quartiere, alternative Energie und hybride Nutzungskonzepte ermöglicht wird, die dem Bedürfnis der Menschen nach einer Stadt der kurzen Wege genügt und die eine Vielfalt von Lebensweisen, Kulturen und Nutzungen ermöglicht", wie es in der Auslobung zum diesjährigen Thema „Produktive Städte" europaweit an rund 50 Standorten aus 13 Ländern heißt.

Die Grenzen zwischen Gewerbe, Wohnen und Handel verschwimmen zunehmend. Dies entspricht dem aktuellen Kabinettsbeschluss vom November 2016, die Baunutzungsverordnung um die neue Baugebietskategorie „Urbane Gebiete" zu erweitern. Neben dem gesellschaftlichen Bedürfnis, Wohnen und Arbeiten wieder enger miteinander zu verbinden, trägt auch das Bewusstsein, Ressourcen zu schonen und lokale Stoff- und Wertschöpfungskreisläufe zu stärken, dazu bei, Orte der Produktion, sofern sie nicht die Lebensqualität beeinträchtigen, wieder in die Stadt zu integrieren. Dabei geht es um die Transformation monofunktionaler Wohngebiete zu produktiven Quartieren ebenso wie um eine Belebung von Stadtgebieten, die überwiegend durch Büros und gewerbliche Nutzungen geprägt sind.

Am 24. Februar findet ein Informationsforum im „CLB Berlin im Aufbau Haus" statt. Dort gibt es die Möglichkeit zu thematischen Diskussionen und zum Austausch mit Vertretern der Städte, die sich am „EUROPAN 14 – Verfahren" beteiligen. In Deutschland sind das Aschaffenburg, Hamburg, München, Neu- Ulm und Zwickau. Dabei setzen die deutschen Standorte jeweils eigene Schwerpunkte.

In München möchte die GEWOFAG nach dem Erfolg des Pilotprojekts Wohnen am Dantebad die Nachverdichtung von Parkplatzarealen in Wohnsiedlungen der Nachkriegsmoderne in zwei Projektgebieten in München-Neuperlach und Taufkirchen-Am-Wald modellhaft untersuchen lassen. Es werden vier verschiedene Areale zur Bearbeitung angeboten, für die eine gemeinsame Systematik entwickelt werden soll. Es handelt sich um Großwohnsiedlungen, die jeweils an den Rändern großflächige Parkplätze aufweisen. Diese Schnittstellen zum Stadtraum sind räumliche Bindeglieder, bieten Platz für zusätzlichen Wohnraum und können gleichzeitig über im Quartier fehlende Angebote und Nutzungen die Interaktion der Siedlungskörper zum öffentlichen Raum hin stärken. Im Sinne einer wirtschaftlichen und zeitsparenden Bauweise soll serielles Denken mit konstruktivem Wissen verbunden werden. Ziel ist es, ein möglichst flexibles Grundsystem zu finden, welches an verschiedene stadträumliche Situationen angepasst werden kann. Dabei sollen einfache, aber anspruchsvolle Stadtbausteine entstehen, die mit intelligenten Grundrissen und einer gleichermaßen robusten wie interaktiven Sockelzone zur Aufwertung der Quartiere beitragen.

Die Ergebnisse werden europaweit am 1. Dezember bekannt gegeben.
Teilnehmer: Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Studierende und Absolventen unter 40 Jahren

Deutsche Auftaktveranstaltung: 24.02.2017 (14.00 – 18.00 Uhr)
CLB Berlin Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Anmeldung bis: 19.06.2017
Abgabe: 30.06.2017

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