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Das GRAUen mitten im Herzen der Stadt

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(6 Kommentare)

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Aus fünf klassischen Beispielen für GRAUsliche Architektur in München habe ich mich jetzt so kurz vor Schluss doch noch für meinen Kindheits-Albtraum entschieden: Der KAUFHOF am Marienplatz. Wenn ich in den Büchern über München die alten Stadtansichten anschaue, ist der Marienplatz meistens auch sehr vielfältig gemalt oder photographiert mit dabei. Es ist ja schließlich auch der Herz-Platz unserer Stadt. Gehe ich heute an dem großen Kaufhaus-GRAU-Klotz vorbei, bedanke ich mich immer auch bei der ersten Platane in der Kaufingerstraße für ihr Dasein genau an diesem Platz. Dieser Baum zeigt mehr Herz und Gefühl für München als die Architekten und Stadtpolitiker der prosperierenden Nachkriegszeit - er überdeckt mit seinen Blättern wenigstens die KAUFHOF-Nordseite für viele Monate des Jahres. Für die Ostseite an der Rosenstraße wünsche ich mir ein Dornröschen-Wunder, . . .

Eingereicht am 30.11.2011

  • Eingereicht am

    am Donnerstag 1. Dezember

  • Standort

    Marienplatz
    80331 München
    Kartenansicht

  • Nutzung/Gebäudetyp

    Einkaufszentrum

Diskussion

Andreas schrieb am 6. Dezember 2011

So ein Schmarn!

Damals hat man sich noch was getraut. Ich liebe dieses Gebäude. Es ist ein wichtiger Teil der Innenstadt. Nach vielen Jahren fügt es sich wunderbar in die heterogene Struktur. Auf alle Fälle besser noch ein abgelutschter geschmackl- und gesichtsloser Neubau!


Hege Wiedebusch schrieb am 19. Dezember 2011

Mein lieber Andreas,

ein Buchstabe zuviel oder zuwenig macht mitunter allerhand aus. Es heißt also >Schmarrn< oder >Schmarren<; es schreibt ja auch kein Mensch Andreaas. Und beim letzten Satz denke ich schon, dass ich den beabsichtigten Gedanken verstehe, auch wenn ich ihn nicht so lesen kann.

Aber jetzt noch eine kurze Kommentar-Kommentierung: Architektur-Betrachtung ist tatsächlich sehr oft nur eine Frage des (guten oder schlechten) Geschmacks.


Stephan Riedel schrieb am 19. März 2012

Der Kaufhof am Marienplatz ist wohl eine der größten Bausünden der Nachkriegsgeschichte im Innenstadtbereich. Wie lange noch sollen historische Innenstädte mit nichtssagenden und profanen Waschbetonfassaden verschandelt werden? Der Krieg hat doch schon genug zerstört ! Mut zur Stadtreparatur durch besonnene Restaurierung noch bestehender geschützter Fassaden und homogene Stadtentwicklung durch Wiederaufbau historischer Fassaden sind heute stärker denn je gefragt. Auch ich habe seit 40 Jahren einen Traum: Der Marienplatz wird wieder zu einem der ehemals schönsten Plätze Münchens - das aber bedingt den Abriss dieses unerträglichen Betonklotzes und Wiederaufbau der Fassade des ehemaligen Kaufhauses März - welche heute allemal unter Denkmalschutz stünde !


Fred Stone schrieb am 1. Dezember 2012

Tear it down !


Michael schrieb am 13. Januar 2013

Um dieses Monstrum zu bauen hat man in den 1960 Jahren ein intaktes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert zerstört. Es handelte sich um das Einkaufshaus Roman Mayr. Die Fassade war ein Traum!


Roland schrieb am 21. April 2013

Mir geht es da wie Andreas. Dieses Gebäude schaut leider selten jemand genau an, denn es hat durchaus seine ganz eigenen Qualitäten. Waschbeton ist es übrigens schon mal nicht. Ich empfehle für die eingehendere Betrachtung einen Besuch ganz früh am Morgen oder spät abends oder auch am Sonntag, wenn der Platz einigermassen menschenleer ist;) Abgesehen davon, dass Meinungen über architektonische Qualität öfter mal auseinander gehen gibt es aufdringliche Gebäude oder zurückhaltendere. Dieses zählt für mich zu letzteren. Im Gegensatz z.B. zur Fassade des Hugendubel, die ich persönlich ganz unerträglich finde...


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