Die Kurkapelle liegt am Übergang von großflächiger Bebauung (Reha-Kliniken) in eine Seen- und Moorlandschaft und lagert sich am rechtwinklig kreuzenden Hauptwegenetz des Kurzentrums an. Ein Versuch ein in sich gekehrtes, der Meditation und dem Insichgehen gewidmetes Gebäude zu schaffen, aber auch einen geistigen Weg zu einem symbolischen Zentrum auf bauliche Weise auszudrücken.
Immer kleiner werdende Kreissegmente bergen verschiedene zugeordnete Funktionen wie Foyer, Sakristei, Beichtzimmer, Marienkapelle, Tabernakelnische und im OG über dem Foyer den Chor; sie umschließen auf immer engen werdenden Radien den kreisförmigen runden Hauptraum. Dessen einzige Belichtungsquellen sind der Lichtschlitz zwischen massivem Baukörper und dem darüber schwebenden, den größten Radius aufnehmenden rundem Dach und ein zentrales Oberlicht, welches auch den Altarbereich hervorhebt. Der Innenraum wird durch eine ringförmige, schräg nach oben öffnende Holzverkleidung geprägt, welche sich hinter den Sedilien als Hintergrund zeigt, sich über den Sitzreihen nach oben staffelt und über dem Eingangsbereich wegfällt, um das Rund des inneren Kreises noch einmal zu zeigen. Eine optimale Anbindung an die Kurkliniken gewährleistet ein unterirdischer Bademantelgang.